Pressekonferenz von Wiktor Janukowitsch

Pressekonferenz von Wiktor Janukowitsch

Am 25. November war es der Journalistin des ukrainischen TV-Senders Hromadske, Natalja Humenjuk, in Rostow gelungen, Janukowytsch drei Fragen zu stellen:

  • „Wie schliefen Sie die vergangenen zweieinhalb Jahre? Welche Gedanken haben Sie? Wohl wissend, dass Sie die russische Auslandsarmee dazu aufriefen, in Ihrem Land eingesetzt zu werden, was der ständige Vertreter der Russischen Föderation bei der UNO bestätigte. Sie haben Ihr Land verraten und werden wohl kaum als freier Mensch dorthin zurückkehren können.“
  • „Wie viel Geld nahmen Sie in die Russische Föderation mit, als Sie aus der Ukraine flohen?“
  • „Und wie konnten Sie es als Präsident zulassen, in der angespanntesten Situation, als vor der Präsidialverwaltung Menschen erschossen wurden, dies nicht zu kontrollieren? Wie konnten Sie davon nichts wissen, wenn Sie doch diese Machtvertikale installiert hatten?“

Antworten von Wiktor Janukowytsch

Ich musste mir in dieser Zeit sehr viele unterschiedliche Beleidigungen anhören und ich würde sagen: offene, verschiedenste und zynische Verleumdungen und Lügen. Dies betraf zum Beispiel den Tod meines jüngsten Sohnes. Daher wundere ich mich über nichts mehr. Diese Regierung kam in der Ukraine durch Blut und Lüge an die Macht. Deshalb ist sie ohne Perspektive. Niemals kann man sein Glück auf Blut und Lüge aufbauen. Und das hatte das ukrainische Volk nicht nötig. Und beantworten Sie mir bitte diese Frage: wie kann man diese Regierung unterstützen?

Was mich betrifft: ich machte wirklich mehrere Fehler. Ich bin kein Heiliger. Mein größter Fehler war: ich konnte in jener Zeit nicht die Kraft finden, den Befehl zu unterzeichnen, die Armee einzusetzen und das Kriegsrecht in der Ukraine auszurufen. Das wäre der einzige Weg gewesen, die Radikalen zu stoppen. Ich wollte kein Blutvergießen. Alles übrige, Sie wissen, was ich meine, dieses Dokument, über das Sie sprechen, wurde nicht in Kraft gesetzt. Das zum Einen. Das heißt, es gab dieses Dokument. Es gab eine emotionale Entscheidung, in irgendeiner Form auf die illegalen bewaffneten Gruppen zu reagieren, auf die Gewalt der Menschen im Donbass. Die Plünderungen, die es gab, riefen bei mir Emotionen hervor und den Wunsch, diese Menschen irgendwie zu schützen.

Was irgendwelches Geld aus einem Märchen betrifft, über das geschrieben wurde: bis heute hat man auf keiner einzigen Bank der Welt einen Cent von mir entdeckt. Ich hatte und habe keine Konten. Ich nahm nichts aus der Ukraine mit, außer meine persönlichen Sachen, die im Handgepäck waren. Und alle derzeitigen Untersuchungen, die es in der Ukraine seit fast drei Jahren gibt, zeigten, dass tatsächlich alles, wie auch der Maidan, auf Lügen, Verdrehungen und einer gut vorbereiteten Propaganda entstand. Die Menschen wurden einfach betrogen. Nun, heute sagen es die Menschen selbst so. Fragen Sie doch jene, die auf dem Maidan standen.

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