Kiew
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Chronologie des Konflikts zwischen dem 14. und 20. Juli: Eskalation im Osten der Ukraine

Chronologie des Konflikts zwischen dem 14. und 20. Juli: Eskalation im Osten der Ukraine
Kiew, 20. Juli 2017.

Nach einigen Wochen der Ruhe spitzt sich die Lage im Osten der Ukraine wieder zu.

Am 14. Juli wurde kein ukrainischer Soldat getötet, aber zwei wurden verletzt. Am meisten spitzte sich die Lage im Bezirk Mariupol zu, wo die Rebellen die Orte Schyrokine, Wodjane, Pawlopil, Marijnka und Nowomychajliwka mit Granatwerfern beschossen. In der Region Donezk fanden alle Verletzungen des Waffenstillstands nach Einbruch der Dunkelheit in der Nähe von Awdijika statt. Im Gebiet Luhansk setzten die Rebellen ebenfalls Granatwerfer ein.

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli kam es zu schweren Kämpfen, als eine Gruppe prorussischer Rebellen Stellungen des ukrainischen Militärs in Nowototschkiwske angriff. Die ukrainischen Soldaten erwiderten das Feuer. Es gelang ihnen, den feindlichen Angriff abzuwehren, doch leider wurde dabei ein ukrainischer Soldat getötet. In der Region Donezk griffen die Rebellen sechs Mal Awdijiwka und Switlodarsk an. Im Bezirk Mariupol wurde der Waffenstillstand 13 Mal verletzt. Die Rebellen setzten dabei Mörser, Raketenwerfer, Panzer und leichte Waffen ein. In Nowototschkiwske wurde ein ukrainischer Soldat getötet und zwei verwundet.

In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli versuchten die prorussischen Rebellen erneut, Stellungen der ukrainischen Armee zu besetzen. Eine Gruppe von Söldnern näherte sich einer Stellung der ukrainischen Armee in der Ortschaft Krymske und eröffnete das Feuer. Die ukrainischen Soldaten wehrten den Angriff ab. Die Separatisten beschossen die Stellungen der ukrainischen Militärs in der Region Luhansk mit Mörsern, in der Region Donezk mit Panzern und Granatwerfern. Auch im Bezirk Mariupol feuerten die Rebellen mit Mörsern. In Schyrokine wurden für den Beschuss Artilleriesysteme verwendet. Ein ukrainischer Soldat wurde getötet, ein weiterer verletzt.

Am 17. Juli setzten die prorussischen Rebellen im Sektor Mariupol schwere Waffen ein, wodurch ein ukrainischer Soldat verwundet wurde. In anderen Bezirken der Regionen Donezk und Luhansk war die Lage ruhiger. Der Waffenstillstand wurde in der Region Luhansk sieben Mal verletzt und in der Region Donezk zwei Mal.

Die Lage im Sektor Mariupol war über den ganzen Tag des 18. Juli gespannt. Zwischen 13 und 17 Uhr wurde Krasnohoriwka von den Rebellen schwer beschossen. Sie feuerten mehr als 80 Geschosse ab. Zu einem weiteren schweren Beschuss kam es im Gebiet Donezk. In Richtung Awdijiwka feuerten die Rebellen 50 Mörsergranaten ab. Dabei wurden zwei ukrainische Soldaten verwundet. In Sektor Luhansk setzte der Feind leichte Waffen ein.

Am 19. Juli spitzte sich die Lage weiter zu. In der Region Donezk feuerten die Rebellen 50 Geschosse ab. Dabei wurden zwei ukrainische Soldaten getötet und vier verwundet. In Awdijiwka wurden zwei Häuser zerstört. Im Bezirk Mariupol setzte der Feind Panzer und Mörser ein. Im Sektor Luhansk wurden leichte Waffen verwendet. Bei Kämpfen in der Region Donezk wurden zwei ukrainische Soldaten getötet und vier verletzt.

Am Morgen des 20. Juli, um 4 Uhr, eröffneten russische Söldner im Bezirk Krasnohoriwka schweres Feuer – mit Mörsern, Panzern und leichter Artillerie. Durch den Beschuss wurden vier ukrainische Militärs getötet und zwei verwundet. Zudem gerieten Wohngebiete von Krasnohoriwka in Mitleidenschaft. Im Sektor Donezk wurde beim Beschuss der Ortschaft Nowohirske ein weiterer ukrainischer Soldat getötet. Insgesamt gab es bis 11 Uhr des 20. Juli in der Zone der Anti-Terror-Operation 14 feindliche Angriffe, von denen acht mit schweren Waffen ausgeführt wurden.

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