Kiew
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Explosion in Kiew: Zwei Menschen verletzt

Explosion in Kiew: Zwei Menschen verletzt

Das Foto stammt von der Facebook-Seite von Jurij Chort

In der Nähe des ukrainischen Ministerkabinetts, in der Hruschewskij-Straße, ereignete sich am Donnerstagnachmittag eine Explosion. Dabei wurden zwei Personen verletzt – ein Mann und eine Frau. „Die Frau ist schwer verwundet und liegt auf der Straße. Der Mann wurde am Kopf verletzt“, berichteten Augenzeugen.

Der Aktivist Witalij Gruzinow schrieb auf seiner Facebook-Seite, dass Unbekannte einen Sprengkörper auf das Botschaftsfahrzeug von Azerbajdzhan warfen, aber ihr Ziel verfehlten.

“Ein Auto fuhr vorbei. Es waren mehrere Fußgänger unterwegs. In diesem Moment warf jemand etwas, unklar ob von oben oder von unten, aber es explodierte. Ich weiß nicht, wer das gemacht hat. Die Frau ging noch einen Schritt und fiel dann hin. Sie wurde am Kopf verletzt. Der Mann wurde auch am Kopf verletzt. Aber die ältere Frau traf es stärker. Sie lag bewusstlos da. Neben ihr war ihre Tochter, die versuchte, sie wach zu bekommen… Der verwundete Mann versuchte auch der Frau zu helfen”, berichtete ein anderer Augenzeuge gegenüber zensor.net.

Das Regierungsviertel wurde von der Polizei abgeriegelt. Spezialeinheiten kamen zur Stelle. Nach der Version des SBU (Sicherheitsdienst der Ukraine) sei der Vorfall als grober Unfug zu bewerten, so die Pressesprecherin des Spezialdienstes Olena Gitljanska.

Die Explosion in der Nähe des Ministerkabinetts könnte auch ein von vornherein geplanter Terror-Akt gewesen sein, sagte der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine, Olexander Turtschinow.

Am Donnerstag fand in Kiew eine Militärparade anlässlich des Unabhängigkeitstages der Ukraine statt. An der Parade nahmen der Präsident Petro Poroschenko teil, sowie der US-Verteidigungsminister James Mattis, Führungskräfte aus den Verteidigungsministerien von Lettland, Litauen, Polen, Montenegro, Estland, Georgien, Moldawien und der stellvertretende Verteidigungsminister von Großbritannien.

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