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1279.-1283. Kriegstag: Weiter Kämpfe und schwere Angriffe, Ukraine entwickelt eigene Raketen

Die Woche war geprägt von anhaltenden Kämpfen entlang der Kontaktlinie und einem wachsenden Verständnis dafür, dass die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung von Russlands Krieg gegen die Ukraine sich in einer Sackgasse befinden.

Anfang dieser Woche befreiten ukrainische Verteidigungskräfte Nowomychajliwka und drängten russische Truppen in Selenyj Haj in der Region Donezk zurück, berichtet DeepState. Der russische Durchbruch bei Dobropillja ist gescheitert. Die russischen Besatzer konnten dank Gegenangriffen der ukrainischen Streitkräfte dort keinen Fuß fassen, so das ISW.

Die Ukraine entwickelt Raketen mit einer Reichweite von 1.000 bis 3.000 Kilometern – Langer Neptun und Flamingo. Die Ukraine und Kanada werden gemeinsam Rüstungsgüter produzieren. Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich mit dem deutschen Vizekanzler Lars Klingbeil. Sie besprachen den Kauf von zwei weiteren Patriot-Raketen und zusätzlichen IRIS-T-Raketen.

Die Ukraine greift weiterhin militärische Ziele und die Energieinfrastruktur tief in Russland an. Medienberichten zufolge explodierte in der russischen Region Rjasan eine Pipeline, die Moskau mit Ölprodukten beliefert. Ende der Woche trafen ukrainische Drohnen das russische Raketenschiff Bujan-M im Asowschen Meer.

Die Lage, was ein Treffen zwischen Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj angeht, sei festgefahren, so Bloomberg. Laut dem ISW wird der Kreml die Angebote amerikanischer und europäischer Sicherheitsgarantien für die Ukraine ablehnen. Gleichzeitig haben Russlands Ausgaben für den Krieg gegen die Ukraine einen neuen Rekord erreicht.

Ende der Woche führte die Russische Föderation einen der größten kombinierten Angriffe auf Kyjiw durch- Ein fünfstöckiges Wohnhaus wurde zerstört, unter den 21 Toten sind vier Kinder. 50 Menschen wurden verletzt und im Stadtzentrum kam es zu erheblichen Zerstörungen.

Minus 21 % der Produktion in zwei Wochen. Neue ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien.

In der Nacht des 28. August verlor der Aggressor Russland weitere 4,7 % seiner Kapazitäten der Treibstoffproduktion. Den ukrainischen Streitkräften zufolge verlor Russland innerhalb von zwei Wochen im August insgesamt 21 % dieser Kapazitäten. Am 24. August bestätigte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte die Zerstörung des Ust-Luga-Terminals und der Sysran-Raffinerie in der Region Samara. Das Ust-Luga-Seeterminal ist einer der wichtigsten Knotenpunkte Russlands in der Ostsee. Es wird aktiv für den Export von Energieressourcen unter Beteiligung der sogenannten Schattenflotte genutzt, um internationale Sanktionen zu umgehen. Die Sysran-Raffinerie hat eine mögliche Kapazität von bis zu 8,5 Millionen Tonnen Öl pro Jahr, was etwa 3,08 % des gesamten Ölraffinerievolumens in der Russischen Föderation entspricht. Damit ist sie eines der Schlüsselunternehmen der russischen Kraftstoff- und Energieinfrastruktur. Analysten des Instituts für Kriegsforschung (ISW) stellten fest, dass die jüngsten ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien zu Benzinknappheit in ganz Russland beigetragen haben, was wahrscheinlich zu einer Erhöhung der Inflation und weiterer makroökonomischer Instabilität in der Russischen Föderation führen wird.