Die Woche verging trotz einer Reihe diplomatischer Versuche, Russland zum Frieden zu zwingen, mit anhaltenden Kämpfen.
Anfang dieser Woche griff Russland die Stadt Dnipro mit Raketen an, wobei vier Menschen getötet wurden, und attackierte Mykolajiw mit Drohnen. Experten zufolge wurde im November eine Rekordzahl an Gefechten an der Front verzeichnet. Die Russen haben Kosazke besetzt und rücken im Gebiet Donezk und Saporischschja vor. Trotz der äußerst schwierigen Lage an der Front hält das ukrainische Militär weiterhin den nördlichen Teil von Pokrowsk und blockiert russische Versuche, die Stadt zu umgehen. Der Kampf um Pokrowsk dauert an.
Anfang der Woche fanden in Florida Gespräche statt – die Ukraine versuchte, den US-Sondergesandten Steve Witkoff vor seinem Treffen mit Russlands Machthaber Wladimir Putin auf ihre Seite zu ziehen. Nach einer weiteren Gesprächsrunde in Moskau wies der Kreml einen Friedensvorschlag der USA und der Ukraine zurück. Putin erklärte, Russland werde den Donbass und “Neurussland” mit militärischen oder anderen Mitteln besetzen.
Die EU wird Russland wegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf die schwarze Liste setzen. Die UN-Generalversammlung verabschiedete eine Resolution, in der sie Russland auffordert, alle ukrainischen Kinder unverzüglich zurückzugeben.
EU-Spitzenpolitiker warnen Selenskyj, dass die USA die Ukraine und Europa verraten könnten.
Europäische Staats- und Regierungschefs hegen vermutlich tiefes Misstrauen gegenüber den USA im Hinblick auf die Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine. Der Spiegel veröffentlichte ein Transkript eines Gesprächs zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und mehreren anderen europäischen Politikern mit Wolodymyr Selenskyj, in dem sie warnten, die USA könnten “die Ukraine und Europa verraten”. Dem Bericht zufolge mahnte Merz den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu äußerster Vorsicht in den kommenden Tagen.

