{"id":45499,"date":"2015-11-23T23:36:50","date_gmt":"2015-11-23T23:36:50","guid":{"rendered":"http:\/\/uacrisis.org\/?p=37924"},"modified":"2015-11-24T01:39:15","modified_gmt":"2015-11-23T22:39:15","slug":"37924-deutsch-wochenubersicht-der-ukrainischen-pressenachrichten-von-17-11-2015-bis-23-11-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uacrisis.org\/de\/37924-deutsch-wochenubersicht-der-ukrainischen-pressenachrichten-von-17-11-2015-bis-23-11-2015","title":{"rendered":"Wochen\u00fcbersicht der ukrainischen Pressenachrichten von 17.11.2015 bis 23.11.2015"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Lage in der ATO-Zone<\/strong><\/span><\/p>\n<p>In der vergangenen Woche verst\u00e4rkten die pro-russischen Rebellen den Beschuss gegen die ukrainischen Streitkr\u00e4fte und Zivilisten entlang der Demarkationslinie. Die ATO-Kr\u00e4fte wurden circa <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/ato\/chronology\">299 mal<\/a> beschossen. Laut offiziellen Angaben der Sprecher der Pr\u00e4sidialverwaltung zu ATO-Fragen wurden in der vorigen Woche 2 ukrainische Soldaten get\u00f6tet und 14 weitere verletzt. Die gesamten Verluste der ATO-Kr\u00e4fte betragen seit Beginn der Anti-Terroroperation, einschlie\u00dflich der Krimannexion, <a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/44977-losses-of-ukraine-s-armed-forces-during-ato-amount-to-1-842-soldiers-general-staff.html\">2.673 Soldaten<\/a>, darunter starben 1.842 Soldaten infolge von Kampfhandlungen. Dies teilte der Chef der Hauptverwaltung des Generalstabs der ukrainischen Streitkr\u00e4fte, Ihor Wotontschenko, mit (<a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/44977-losses-of-ukraine-s-armed-forces-during-ato-amount-to-1-842-soldiers-general-staff.html\">Mehr zum Thema auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p>Die ATO-Pressestelle berichtete, dass die gestrigen Provokationen haupts\u00e4chlich aus Richtung Donezk festgestellt wurden (in der vergangenen Woche wurde eine hohe Anzahl an Verst\u00f6\u00dfen aus dieser Richtung festgestellt). Die pro-russischen Rebellen setzten Granatenwerfer, M\u00f6rser mit gro\u00dfem Kaliber und leichte Waffe ein \u2013 bei Opytne, Pisky, Newelske, Nowhorodske und Awdijewka.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/44398-ukrayina-poinformuvala-obsye-pro-grady-bojovykiv-na-gorlivskomu-napryamku.html\">Die ukrainischen Vertreter<\/a> des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordinierung stellten fest, dass die pro-russischen Truppen bei Horliwka verst\u00e4rkt wurden und dass Milit\u00e4rtechnik mit gro\u00dfem Kaliber dorthin verlegt wurde, einschlie\u00dflich Panzer und GRAD-Raketensysteme. Sie \u00fcbergaben den entsprechenden Bericht an die OSZE-SMM. Am 19. November wurden die von der Ukraine kontrollierenden Wohnbezirke bei <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/37800-lysenko-4\">Krasnohoriwka mit GRAD<\/a> beschossen. In Richtung Mariupol erh\u00f6hten sich die Anzahle der Provokationen seitens der pro-russischen Rebellen, wobei sie Granatenwerfer mit einem Kaliber von 120 und 82 Millimeter einsetzten (<a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/44985-militants-fired-pavlopol-and-shyrokyne-from-weapons-prohibited-by-minsk-agreements-ato-staff.html\">Mehr zum Thema auf Englisch<\/a>). Au\u00dferdem wurden die \u00dcberg\u00e4nge (Ein-\/ Ausreisestellen) \u201eMajorske\u201c und \u201eNowotroizke\u201c seitens der Rebellen beschossen.<\/p>\n<p>In den selbsternannten Republiken wurden Volksgerichte durchgef\u00fchrt und Todesstrafe vollgezogen. Dar\u00fcber berichtete der Chef des Analysereferats vom Ukrainischen Helsinkibund, <a href=\"http:\/\/www.unian.net\/society\/1188336-v-dnr-i-lnr-prohodyat-narodnyie-sudyi-i-ispolnyayutsya-smertnyie-prigovoryi-ukrainskiy-helsinskiy-soyuz.html\">Oleh Martynenko<\/a>. \u201eIn den von illegalen Bandentruppen kontrollierenden Gebieten ist es unm\u00f6glich, Menschenrechte rechtlich zu sch\u00fctzen\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Derzeit gelten <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/rubric-politycs\/1915773-zona-ato-zalishaetsya-nevidomoyu-dolya-774-gromadyan.html\">774 Ukrainer<\/a> in der ATO-Zone als vermisst. Dies teilte Jurij Katschanow, Leiter des Gemeinsamen Zentrums zur Koordinierung von Nachforschungen und der Befreiung von Vermissten und illegalen Gefangenen in der ATO-Zone, mit.<\/p>\n<p>Die dreiseitige Kontaktgruppe forderte, dass sich alle Konfliktparteien an die Minsker Vereinbarungen halten. Dies sagte der Sondergesandte der OSZE in Europa, Martin Sajdik (<a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/44543-trilateral-contact-group-urges-sides-to-adhere-to-ceasefire-in-donbas.html\">Mehr zum Thema auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Krim<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Am 20. November wurden Strommasten gesprengt, \u00fcber die <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/news\/crimea-plunged-into-darkness-as-tatars-cut-electricity-to-occupied-homeland-539310.html\">Strom auf die Krim<\/a> geliefert wurde. An den Schaupl\u00e4tzen demonstrierten Aktivisten mit der Forderung, auf der Krim die Menschenrechte zu achten. Die Demonstranten behinderten die Wiederaufbauarbeiten, wodurch es zu Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen ihnen und ukrainischen Polizeikr\u00e4ften kam (<a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/society\/ukrainian-riot-police-violenty-break-up-crimean-tatars-anti-russia-blockade-538998.html\">auf Englisch<\/a>). Seinerseits teilte der Sender ATR der Krimtataren mit, dass ukrainische Polizeikr\u00e4fte die Zivilblockade st\u00fcrmen wollten (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=B6Ys1MszdaY\">Video<\/a>). Laut <a href=\"http:\/\/ua.krymr.org\/content\/news\/27379235.html\">Angaben des ukrainischen Innenministeriums<\/a> waren die Polizeikr\u00e4fte deshalb am Ort der besch\u00e4digten Strommasten, um die Ordnung aufrecht zu halten und die Demonstranten zu sch\u00fctzen. Am Morgen des 23. Novembers setzten die <a href=\"http:\/\/www.unian.ua\/society\/1190892-pidriv-lep-do-krimu-aktivisti-prodovjuyut-blokuvati-elektroopori-ne-dozvolyayuchi-rozpochati-vidnovlyuvalni-roboti.html\">Aktivisten im Gebiet von Cherson<\/a> fort, <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/politics\/elelctricity-blockade-of-ukraine-s-peninusla-continues-539531.html\">Strommasten zu blockieren<\/a>. Die Reparaturbrigaden wurden mit ihrer Technik an der Verwaltungsgrenze zwischen dem ukrainischen Festland und der Krim durch den Checkpoint \u201eTschogar\u201c gelassen, aber die Demonstranten behinderten die Reparaturarbeiten.<\/p>\n<p>Um die Stromverbindung zur Krim zu reparieren und wiederherzustellen, sind zirka 4 Tage notwendig. Mit Stand vom Sonntag, den 22. November, wurden alle vier Stromverbindungen, die die Stromversorgung auf der Halbinsel und teilweise in den Gebieten von Cherson und Mykolajiw gew\u00e4hrleisten, komplett abgeschalten. \u201eGestern, am 21. November, wurden um 23:20 Uhr die zwei Stromverbindungen Kachowska-Ostrowska und Kachowka-Dschankoj, aufgrund von Besch\u00e4digungen und dem Umsturz von Strommasten, gleichzeitig abgeschalten. [\u2026] F\u00fcr die Reparatur- und Wiederherstellungsarbeiten sind zirka 4 Tage notwendig\u201c, erkl\u00e4rte der stellvertretende Generaldirektor von \u201eUkrenergo\u201c, Jurij Kasytsch, w\u00e4hrend einer Pressekonferenz im Ukrainischen Crisis Media Center (<a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/37863-ukrenergo\">Bericht auf Deutsch<\/a>).<\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/economics.unian.ua\/energetics\/1189594-pidriv-dvoh-lep-moje-zalishiti-bez-svitla-40-hersonskoji-ta-mikolajivskoji-oblastey-minenergovugillya.html\">Ministerium f\u00fcr Energie und die Kohleindustrie<\/a> in der Ukraine informierte \u00fcber das Risiko der Stromabschaltung von 40 Prozent der Verbraucher in den Gebieten von Cherson und Mykolajiw aufgrund von Sch\u00e4den an Strommasten, \u00fcber die die Stromversorgung auf die von Russland annektierte Krim verl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer an der Krimblockade sind bereit, Arbeiter zur Reparatur an die zwei Stromleitungen im Gebiet von Cherson zu lassen. Dar\u00fcber berichtete der F\u00fchrer der Krimtataren, <a href=\"http:\/\/news.liga.net\/news\/politics\/7335473-dzhemilev_uchastniki_blokady_gotovy_pustit_remontnikov_na_2_linii.htm\">Mustafa Dschemilew<\/a>. Er merkte an, dass die Rede \u00fcber Leitung geht, die einige Bezirke im Gebiet von Cherson mit Strom versorgt, sowie der Leitung, die zum Atomkraftwerk Saporischschja f\u00fchrt. Dschemilew teilte auch mit, dass Verhandlungen \u00fcber eine Wiederaufnahme der Stromlieferung auf die Krim m\u00f6glich sind, wenn ukrainische politische H\u00e4ftlinge auf der okkupierten Krim und in Russland freigelassen werden (<a href=\"http:\/\/www.khpg.org\/en\/index.php?id=1448248390\">Mehr zum Thema auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p>Die annektierte Krim kann maximal 50 Prozent des Strombedarfs aus eigenen Quellen decken. Dar\u00fcber berichtete <a href=\"http:\/\/www.unian.ua\/society\/1190368-krim-moje-zabezpechiti-sebe-elektroenergieyu-v-kraschomu-razi-na-50.html\">der erste \u201eVizeministerpr\u00e4sident\u201c der Besatzungsregierung auf der Krim, Michail Scheremet<\/a>. Er erg\u00e4nzte dabei, dass alle medizinischen Einrichtungen der okkupierten Halbinsel an die Notstromversorgung angeschlossen sind.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der Medschlis der Krimtataren, <a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/news\/27379305.html\">Refat Tschubarow<\/a>, erkl\u00e4rte, dass ihm der ukrainische Pr\u00e4sident, Petro Poroschenko, versprach, den Handel mit den Okkupanten auf der Krim einzustellen. Dar\u00fcber berichtete Tschubarow am Samstag, den 21. November, w\u00e4hrend einer Kundgebung neben der Pr\u00e4sidialverwaltung, nachdem er Poroschenko traf. Am 22. November traf er sich mit dem <a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/news\/27379305.html\">Minister f\u00fcr Energie und die Kohleindustrie, Wolodymyr Demtschyschyn<\/a> zur Nichtunterzeichnung eines neuen Vertrags \u00fcber die Stromlieferung auf die Krim, wenn darin nicht die Achtung der Menschenrechte auf der Halbinsel enthalten ist.<\/p>\n<p>Die ukrainische Regierung verbot den G\u00fcterverkehr vorl\u00e4ufig zwischen der Ukraine und der okkupierten Krim. <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.de\/rubric-notstand_notfalle\/1919128-die-ukraine-begann-transport-blockade-der-krim.html\">Arsenij Yazenjuk forderte<\/a>, dass die Regierung eine entsprechende Liste mit G\u00fctern und Dienstleistungen vorbereitet, die auf die Krim geliefert werden k\u00f6nnen. \u201eDamit die jeweilige Produktenliste den Interessen der Ukraine entspricht, schlage ich vor, diese Frage mit dem Medschlis der Krimtataren abzusprechen, damit diese Entscheidung die Interessen aller ber\u00fccksichtigt.\u201c<\/p>\n<p>Arsenij Jazenjuk fordert, dass die Strommasten unverz\u00fcglich repariert werden (<a href=\"http:\/\/www.ukrinform.net\/rubric-politics\/1919040-yatsenyuk-orders-immediate-repairs-of-electricity-lines-in-kherson-region.html\">Mehr zum Thema auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p>Russland stationierte Panzer und Mehrfachraketenwerfer an der Grenze zwischen der Krim und dem Gebiet von Cherson aufgrund den besch\u00e4digten Strommasten, teilte <a href=\"http:\/\/www.unian.ua\/society\/1191059-rosiya-rozmistila-tanki-bilya-liniji-rozmejuvannya-mij-krimom-i-hersonschinoyu-cherez-pidriv-lep-kiva.html\">Ilja Kiwa, ein Vertreter des Innenministeriums<\/a>, mit.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Untersuchung der Verbrechen gegen den Euromaidan<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident erkl\u00e4rte, dass die Untersuchung von \u00fcber 2.000 Verbrechen gegen Teilnehmer an den Protestaktionen Zeit und gro\u00dfe Anstrengungen erfordern. Auch er sei \u00fcber die Geschwindigkeit der Untersuchung der Verbrechen gegen Teilnehmer der Revolution der W\u00fcrde unzufrieden. <a href=\"http:\/\/www.unian.ua\/politics\/1190173-prezident-prokomentuvav-rozsliduvannya-zlochiniv-proti-uchasnikiv-evromaydanu.html#ad-image-0\">Er merkte an<\/a>, dass man ber\u00fccksichtigen muss, dass ein bedeutender Teil der Beweise w\u00e4hrend der Zeit zerst\u00f6rt wurde, als die neue Staatsf\u00fchrung die Verwaltung \u00fcber die demoralisierten und diskreditierten Rechtsschutzorgane \u00fcbernahm.<\/p>\n<p>Laut einem <a href=\"http:\/\/www.unian.ua\/politics\/1189670-gpu-270-osobam-povidomleno-pro-pidozru-u-zlochinah-proti-maydanu-zokrema-43-visokoposadovtsyam.html\">Bericht der Ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft<\/a> \u00fcber mutma\u00dfliche Verbrechen gegen den Euromaidan werden 270 Personen verd\u00e4chtig, mit den Ereignissen w\u00e4hrend der Revolution der W\u00fcrde verbunden zu sein. Darunter 43 Beamte, 125 Polizisten, 11 Richter, 9 Staatsanw\u00e4lte, 6 Vertreter der Lokalbeh\u00f6rden und 76 Zivilisten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.unian.net\/politics\/1189535-prestupleniya-bez-nakazaniya-dva-goda-posle-maydana.html\">In der \u00d6ffentlichkeit gibt es die Meinung<\/a>, dass, obwohl die Rechtschutzorgane die Tatsache von Verbrechen anerkennen, sie noch eine ausreichende und \u00fcberzeugende Grundlage f\u00fcr eine qualitative Betrachtung der F\u00e4lle vor Gericht sammeln m\u00fcssen, was sich \u00fcber eine unbestimmte Zeit hinziehen kann.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Umfrage<\/strong><\/span><\/p>\n<p>60 Prozent der Ukrainer wollen nicht aus dem Land emigrieren. 22,1 Prozent der vom Zentrum \u201eSozial-Monitoring\u201c und vom ukrainischen <a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/363558\/60-ukraintsev-ne-hotyat-emigrirovat-iz-strany-opros\">Institut f\u00fcr Sozialuntersuchungen namens Jaremenko<\/a> Befragten w\u00fcrden dauerhaft in ein anderes Land ziehen. Auf die Frage, ob die Befragten in ein anderes Land ziehen wollen, um dort Arbeit zu finden, antworteten 30,9 Prozent mit ja; 59,6 Prozent mit nein; und 9,5 Prozent waren sich unschl\u00fcssig. Die Umfrage wurde vom 1. bis 14. August und vom 6. bis 12 November unter ukrainischen Staatsb\u00fcrgern durchgef\u00fchrt, wobei \u00fcber 2.000 Personen befragt wurden.<\/p>\n<p>\u00dcber 70 Prozent der Ukrainer sind der Meinung, dass sich das Land in die falsche Richtung bewegt. Das ergab eine Umfrage, \u00fcber die der <a href=\"http:\/\/www.unian.net\/society\/1189362-bolee-70-grajdan-schitayut-chto-ukraina-dvijetsya-v-nepravilnom-napravlenii-opros.html\">Direktor des Zentrums \u201eSozial-Monitoring\u201c<\/a>, Dmitro Dmytruk, berichtete, als er die Ergebnisse der Meinungsumfrage pr\u00e4sentierte, die 2014\/2015 durchgef\u00fchrt wurde. Dabei meinten 32 Prozent der Bev\u00f6lkerung, dass die \u00c4nderungen nicht schnell genug verlaufen, und 40 Prozent meinten, dass es keine \u00c4nderungen gibt. Das Vertrauen gegen\u00fcber der ukrainischen Regierung und der ukrainischen Wirtschaft verringerte sich im vergangenen halben Jahr deutlich. Allerdings meinten die Befragten, dass gerade sie zum Wirtschaftswachstum in der Ukraine betragen sollten. Unter den Problemen, die der Bev\u00f6lkerung die gr\u00f6\u00dften Sorgen bereiten, waren nach wie vor an erster Stelle der Krieg in der Ostukraine (62,7 Prozent). Die Anzahl der Personen, die sich vor einer Preiserh\u00f6hung f\u00fcr Waren und Dienstleisten Angst haben, stieg auf 63,3 Prozent.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Reformen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>In der vorigen Woche waren folgende Reformen wichtige Themen: Staatseink\u00e4ufe, Reform des Gesundheitswesens, Personalerneuerung, Deregulierung, Privatisierung, Bildungsreform, europ\u00e4ische Integration. Hier finden Sie eine <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/37808-ukrainian-dajdzhest-reform-14-11-20-11-ochikuvannya\">Zusammenfassung auf Deutsch zu den genannten Reformthemen<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Wirtschaft<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Agentur \u201e<a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/363476\/moodys-povysilo-suverennyj-rejting-ukrainy\">Moody\u2019s Investors Service<\/a>\u201c verbesserte das Regierungsrating f\u00fcr den ukrainischen Emitter von dem Vor-Defaultniveau \u201eCa\u201c auf das Niveau \u201eCaa3\u201c. Die Ratingprognose wurde von negativ auf stabil ge\u00e4ndert, hei\u00dft es auf der Website der Agentur. Unter den Gr\u00fcnden, die Moody\u2019s zu einer Verbesserung des Ratings veranlassten, war die Regelung der Situation mit der Restrukturierung der privaten Eurobonds in H\u00f6he von 15 Mrd. USD, die unter Garantie der Regierung ausgegeben wurden, sowie Fortschritte bei den politischen und wirtschaftlichen Reformen im Rahmen des Programms des Internationalen W\u00e4hrungsfonds.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/363576\/opredeleno-mesto-ukrainy-v-rejtinge-nalogovoj-nagruzki-na-biznes\">Die Ukraine kam 2015 auf den 107. Platz im Rating der Steuerbelastung<\/a> f\u00fcr die Wirtschaft unter 189 L\u00e4ndern. Dies zeigt das gemeinsame Rating der Weltbank und der Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft PwC. Dabei betrug das Niveau der Steuerbelastung auf den Gewinn einer Modellgesellschaft (Total Tax Rate) 52,2 Prozent. Die durchschnittliche Steuerbelastung betr\u00e4gt weltweit 40,8 Prozent.<\/p>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/economics.unian.net\/finance\/1189621-mvf-zayavlyaet-ob-uglublenii-vzaimoponimaniya-s-kievom-i-nameren-prodoljit-peregovoryi.html\">IWF-Mission<\/a>, die vom 12. bis 20. November in Kiew t\u00e4tig war, berichtete \u00fcber eine Vertiefung des gegenseitigen Verst\u00e4ndnisses bei den ukrainischen Beh\u00f6rden in Kernfragen der Wirtschaftsreformen, einschlie\u00dflich den steuerlichen \u00c4nderungen und dem Budgetprozess. Die Mission plant, die Verhandlungen fortzusetzen. Sie wies auf die Wichtigkeit hin, dass die Regierung der Werchowna Rada einen Budgetentwurf vorlegte, der mit den Aufgaben des Reformprogramms abgestimmt wurde und auf eine Senkung des Budgetdefizits abzielt, sowie der H\u00f6he der Staatsschulden auf ein sicheres Niveau (<a href=\"http:\/\/www.unian.info\/economics\/1189969-imf-waits-until-ukraine-adopts-2016-budget.html\">auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p>Ab 1. Januar 2016 werden alle Staatseink\u00e4ufe elektronisch abgewickelt. Dies teilte der <a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/363341\/goszakupki-s-1-yanvarya-budut-osushhestvlyatsya-v-elektronnom-formate\">stellvertretende Minister f\u00fcr Wirtschaftsentwicklung und Handel<\/a>, Maxim Nefedow, im Verlauf der Regierungssitzung mit.<\/p>\n<p>Der Warenumsatz zwischen der Ukraine und der Russischen F\u00f6deration sank in den ersten 9 Monaten 2015 um \u00fcber das 2-fache, teilte das <a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/363136\/tovarooborot-ukrainy-s-rossiej-sokratilsya-v-2-raza\">Staatliche Statistikamt der Ukraine<\/a> (Gosstat) mit. Laut diesen Daten verringerte sich der Export ukrainischer Waren nach Russland um 55,6 Prozent auf 3,6 Mrd. USD gegen\u00fcber 8,1 Mrd. USD in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Warenimport aus der Russischen F\u00f6deration verringerte sich um 47,9 Prozent auf 5,5 Mrd. USD. Trotzdem bleibt Russland nach wie vor gr\u00f6\u00dfter Handelspartner der Ukraine \u2013 auf das Land entfielen 12,8 Prozent der Exportlieferungen und 20 Prozent des Imports.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Nachfolgend eine Auswahl an englischen Interviews, Analysen und Videos zur Situation in der Ukraine<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Reportage<\/strong><\/p>\n<p>\u201e<a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/content\/kyiv-post-plus\/thousands-protest-over-voting-fraud-in-kryvyi-rih-call-for-uprising-402616.html\">Tausende Demonstranten protestieren<\/a> gegen die F\u00e4lschung der Lokalwahlen in Kriwij Rig\u201c<\/p>\n<p>\u201e<a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/content\/kyiv-post-plus\/media-national-guard-kherson-battalion-troops-beat-crimean-blockade-activists-402551.html\">Konflikt zwischen der Nationalgarde und Teilnehmern<\/a> der Zivilblockade zur Krim\u201c<\/p>\n<p>\u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oOX2Q6uhE2w&amp;list=PLPnX89fQLdsnTsiDOpYtxvMJZobCjqBC-&amp;index=5\">Englisch f\u00fcr alle<\/a>: 2016 wurde in der Ukraine zum Jahr der englischen Sprache ernannt\u201c<\/p>\n<p><strong>Interview<\/strong><\/p>\n<p>\u201eTerroranschl\u00e4ge in Paris und die Ukraine-Krise: Parallelen und Differenz\u201c. Interview mit <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/politics\/terror-in-france-and-ukraine-536022.html?utm_source=uatoday.tv&amp;utm_campaign=3dfd8249e2-UT_Newsletter20_11_2015&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_376b3bbd87-3dfd8249e2-292650353\">der franz\u00f6sischen Botschafterin, Isabelle Dumont<\/a>.<\/p>\n<p>\u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w7ULlMvic90&amp;list=PLPnX89fQLdsnTsiDOpYtxvMJZobCjqBC-&amp;index=10\">Verst\u00e4rkung des Putin-Syndroms in der ganzen Welt?<\/a>\u201c Interview mit Balkan Devlen, Professor zu internationalen Beziehungen an der Wirtschaftsuniversit\u00e4t von Izmir.<\/p>\n<p>\u201eDie russische Spur bei den Sch\u00fcssen auf dem Maidan\u201c Interview mit dem ehemaligen Leiter des <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/politics\/general-prosecutor-sits-on-evidence-of-protesters-rsquo-murders-more-than-a-year-534949.html?utm_source=uatoday.tv&amp;utm_campaign=3dfd8249e2-UT_Newsletter20_11_2015&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_376b3bbd87-3dfd8249e2-2926%20\">ukrainischen Geheimdienstes, Nalywajtschenko.<\/a><\/p>\n<p>\u201eNostalgie an den Kommunismus in Ost- und Zentraleuropa\u201c Interview mit <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6PXMfvWLTcs&amp;list=PLPnX89fQLdsnTsiDOpYtxvMJZobCjqBC-&amp;index=9\">Slavenka Drakulic<\/a>, Schriftstellerin und Journalistin aus Kroatien.<\/p>\n<p>\u201eRussland benutzt in Syrien das georgische und ukrainische Szenarium\u201c Interview mit <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/politics\/russia-s-syria-intervention-yermolenko-534973.html?utm_source=uatoday.tv&amp;utm_campaign=3dfd8249e2-UT_Newsletter20_11_2015&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_376b3bbd87-3dfd8249e2-292650353\">Volodymyr Yermolenko<\/a>, ukrainischer Philosoph.<\/p>\n<p>\u201eMuss man die internationale Gesetzgebung wegen der russischen Politik \u00e4ndern?\u201c Interview mit <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kKlT2HTjilE&amp;list=PLPnX89fQLdsnTsiDOpYtxvMJZobCjqBC-&amp;index=7\">Baiba Bra\u017ee<\/a>, Leiterin des Au\u00dfenministeriums von Lettland.<\/p>\n<p><strong>Analyse<\/strong><\/p>\n<p>16. Oktober bis 22. November 2015: Was deutschsprachige Medien zur Ukraine berichteten (<a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/37869-deutsch-16-oktober-bis-22-november-2015\">Mehr zum Thema auf Deutsch<\/a>).<\/p>\n<p>\u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=USx7CyP-zbs\">Krim ohne Energieversorgung: wer, warum, kann es etwas ver\u00e4ndern?<\/a>\u201c, Meinung von Experten.<\/p>\n<p>\u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=USx7CyP-zbs\">Jahrestag der Revolution der W\u00fcrde: Ergebnisse<\/a>\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D9m-FtrIOf8\">W\u00f6chentlicher Digest von StopFake<\/a>. In der vergangenen Woche berichtete der russische Sender \u201eErster Kanal\u201c, dass in der Ukraine bald Anarchie ausbrechen wird. Vesti.ru berichtete, dass sich ukrainische Streitkr\u00e4fte Horliwka n\u00e4herten, das von den Rebellen besetzt ist. Sputnik verbreitete eine Falschmeldung, dass der US-Senatorenausschuss dar\u00fcber informiert wurde, dass die USA den Informationskrieg gegen Russland verliert. Ukrainische und russische Medien berichteten, dass ukrainische M\u00e4nnern unter 45 Jahren ab 1. Januar 2016 nicht mehr aus der Ukraine ausreisen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>\u201eWie viel kostet der russische Informationskrieg?\u201c \u2013 Infografik und Analyse von <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/en\/how-much-does-the-russian-information-war-cost\/\">InformNapalm<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Pressekonferenzen in UCMC (auf Deutsch)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/37612-uchasniki-21-go-listopada\">Zwei Jahre nach der Revolution der W\u00fcrde \u2013 Entwicklungsperspektiven der ukrainischen Zivilgesellschaft<\/a>. Die Revolution der W\u00fcrde und die weitere Entwicklung der Ereignisse (hybrider Krieg der Russischen F\u00f6deration; die Notwendigkeit, das Recht auf Souver\u00e4nit\u00e4t und Unabh\u00e4ngigkeit der Ukraine zu verteidigen) vereinten die Ukrainer und machten den Menschen klar, dass sie f\u00fcr das Schicksal ihres Landes verantwortlich sind, wenn sie bereit sind, selbst f\u00fcr die Ideale wie W\u00fcrde und Freiheit einzustehen. Damit waren die Ereignisse f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Ukrainer eine echte Revolution der Werte. \u201eAus nationaler Sicht war die Revolution zu Ende, als sich eine ukrainische politische Nation bildete\u201c, sagte Michail Winnizkij, Dozent an der Nationalen Universit\u00e4t Kiew-Mohyla-Akademie und Wirtschaftschule NaUKMA, im Rahmen einer Diskussion im Ukrainischen Crisis Media Center. Nach Ansicht der Diskussionsteilnehmer gibt es insgesamt eindeutige Gr\u00fcnde daf\u00fcr, \u00fcber einen Sieg der Revolution zu sprechen \u2013 zumindest in einigen Bereichen, wo der \u00c4nderungsprozess unumkehrbar ist.<\/p>\n<p>\u201eIn unserem Land regnet es, aber nach dem Regen erscheint ein sch\u00f6ner, farbiger Regenbogen\u201c \u2013 die Sieger des <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/37532-united-children-of-ukraine-2\">gesamtukrainischen Wettbewerbs \u201eUnited Children of Ukraine\u201c<\/a> beschrieben ihre Ideen f\u00fcr Frieden und Toleranz.<\/p>\n<p>Die Wiederherstellung der Infrastruktur im Donbass hat f\u00fcr die weitere Gewinnung ausl\u00e4ndischer Investitionen in der Region Priorit\u00e4t. Die Donezker Kriegs-Zivilgebietsverwaltung konzentriert sich auf die Wiederherstellung der Infrastruktur im Donbass. \u201eWir k\u00f6nnen solange keine Gespr\u00e4che \u00fcber Investitionen f\u00fchren, solange Investoren keine angemessene Infrastruktur in diesem Gebiet vorfinden\u201c <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/37605-rechnyk-myrnoho-jyttya-2\">meinte Jewgenij Wilinskij, erster stellvertretender Chef der Donezker Kriegs-Zivilgebietsverwaltung.<\/a> Um die T\u00e4tigkeit aller Projekte zu koordinieren \u2013 sowohl nationaler, als auch internationaler \u2013 ist geplant, sie auf einer interaktiven Karte zur Wiederherstellung des Donbass zu verzeichnen. Dort hat jeder die M\u00f6glichkeit, seine Beteiligung an diesem Prozess zu verfolgen. Jewgenij Wilinskij berichtete auch dar\u00fcber, dass am 9. Dezember eine gro\u00dfe internationale Konferenz in Bachmut stattfinden soll, die sich der Wiederherstellung des Gebiets von Donezk widmen soll. An ihr werden Vertreter von diplomatischen Repr\u00e4sentanzen teilnehmen, sowie von internationalen Finanzorganisationen und Agenturen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lage in der ATO-Zone In der vergangenen Woche verst\u00e4rkten die pro-russischen Rebellen den Beschuss gegen die ukrainischen Streitkr\u00e4fte und Zivilisten entlang der Demarkationslinie. Die ATO-Kr\u00e4fte wurden circa 299 mal beschossen. Laut offiziellen Angaben der Sprecher der Pr\u00e4sidialverwaltung zu ATO-Fragen wurden in der vorigen Woche 2 ukrainische Soldaten get\u00f6tet und 14 weitere verletzt. Die gesamten Verluste [&hellip;] <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/37924-deutsch-wochenubersicht-der-ukrainischen-pressenachrichten-von-17-11-2015-bis-23-11-2015\">Mehr<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":20,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5875],"tags":[],"section":[731],"form":[31948],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v17.4 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Wochen\u00fcbersicht der ukrainischen Pressenachrichten von 17.11.2015 bis 23.11.2015 | UACRISIS.ORG<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Lage in der ATO-Zone In der vergangenen Woche verst\u00e4rkten die pro-russischen Rebellen den Beschuss gegen die ukrainischen Streitkr\u00e4fte und Zivilisten | Uacrisis.org\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, 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