{"id":47586,"date":"2016-01-04T22:17:19","date_gmt":"2016-01-04T22:17:19","guid":{"rendered":"http:\/\/uacrisis.org\/?p=39215"},"modified":"2016-01-04T22:18:10","modified_gmt":"2016-01-04T19:18:10","slug":"39215-deutsch-wochenubersicht-29-12-2015-bis-04-01-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uacrisis.org\/de\/39215-deutsch-wochenubersicht-29-12-2015-bis-04-01-2016","title":{"rendered":"Wochen\u00fcbersicht der ukrainischen Pressenachrichte von 29.12.2015 bis 04.01.2016"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Lage in der ATO-Zone<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Situation in der Ostukraine war w\u00e4hrend der vergangenen Woche schwierig, aber am Wochenende stabilisierte sich die Lage entlang der Frontlinie. Der <a href=\"http:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2016\/01\/4\/7094411\/\">Generalstab der Ukraine<\/a> gab bekannt, dass sich die Anzahl des Beschusses seitens der pro-russischen Rebellen wesentlich verringerte. Am 1. Januar beschossen die Separatisten alle Checkpoints der Regierungstruppen. Dabei setzten sie schwere Waffen ein, die laut den Minsker Vereinbarungen verboten sind. <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/rubric-regions\/1939692-novorichna-nich-v-ato-boyoviki-gatyat-iz-granatometiv-ta-kulemetiv.html\">Am 31. Dezember beschossen sie<\/a> Awdijiwka mit Granatenwerfern mit 120 Millimeter-Kaliber und Pisky mit M\u00f6rsern mit 82 Millimeter-Kaliber.<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche wurden die ukrainischen Checkpoints <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/ato\">180 mal<\/a> beschossen. Laut offiziellen Angaben der Sprecher der Pr\u00e4sidialverwaltung zu ATO-Fragen wurde in der vorigen Woche kein ukrainischer Soldat get\u00f6tet, aber drei Soldaten wurden verletzt.<\/p>\n<p>Das j\u00fcngste Ereignis in Kominternowe war ein direkter Versto\u00df gegen die Minsker Vereinbarungen, berichtete der stellvertretende Leiter der OSZE-SMM, Alexander Hug. Das Hauptziel dieser Aktion war, diese Siedlung unter Kontrolle der Separatisten zu bringen (<a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/39189-osce-18\">Pressemitteilung auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/rubric-society\/1940299-ministr-oboroni-v-poloni-boyovikiv-bilshe-100-biytsiv-zsu.html\">Laut Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers, Stepan Poltorak<\/a>, befinden sich im Donbass \u00fcber 100 ukrainische Soldaten in Gefangenschaft. Vor kurzem wurde ein ukrainischer Journalist, Anatolij Poljakow frei gelassen<a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/rubric-society\/1938604-z-polonu-teroristiv-zvilnili-ukrajinskogo-jurnalista.html\">, der 9 Monate lang in Gefangenschaft war<\/a>.<\/p>\n<p>Die pro-russischen Bandentruppen, die in der N\u00e4he der Siedlung Ozerjaniwka (Gebiet von Donezk) stationiert sind, verdienen Geld mit Menschenhandel, <a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/50992-ato-staff-militants-in-donetsk-abduct-young-women-to-sell-them-abroad.html\">teilte die ATO-Pressestelle mit<\/a>. Laut Angaben der Einheimischen nehmen die Rebellen junge Frauen im Alter von 25-26 Jahren gefangen und verkaufen sie ins Ausland (<a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/50992-ato-staff-militants-in-donetsk-abduct-young-women-to-sell-them-abroad.html\">Meldung auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Die annektierte Krim<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Am 30. Dezember wurde die Stromleitung \u201eKachowka-Titan\u201c auf die Krim abgeschalten. Laut Experten wurden wieder Strommasten gesprengt. Die Stromleitung \u201eKachowka-Titan\u201c im Gebiet von Cherson wurde repariert. Trotzdem wurde kein Strom \u00fcber die Leitung geliefert. <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/rubric-regions\/1940059-krimska-lep-gotova-do-podachi-strumu-ukrenergo.html\">Dies teilte die Pressestelle der Staatsverwaltung von Cherson mit<\/a>. \u201eAm 1. Januar 2016 l\u00e4uft der Vertrag \u00fcber die Energieversorgung auf die vor\u00fcbergehend annektierte Krim aus. Alle weiteren Handlungen sollen auf Staatsniveau geregelt werden. Wenn die Vereinbarungen zwischen der Ukraine und Russland beendet werden, ist die Reparaturbrigade von \u201eUkrenergo\u201c bereit, die Stromversorgung innerhalb von 2 Stunden zu erneuern\u201c, teilte die Pressestelle mit. <a href=\"http:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2016\/01\/1\/7094253\/\">Die Gesellschaftsorganisation \u201eZivilblockade der Krim\u201c<\/a> berichtete, dass ihre Mitglieder nicht an der Sprengung beteiligt waren.<\/p>\n<p>Das gesamtrussische Zentrum zur Untersuchung der \u00f6ffentlichen Meinung f\u00fchrte eine Umfrage durch, die zeigte, was die Krimbewohner \u00fcber den Vertrag zur Stromversorgung aus der Ukraine denken. <a href=\"http:\/\/www.unian.info\/society\/1227634-tass-931-of-crimeans-oppose-power-supplies-on-ukraines-conditions-pollster.html\">93,1 Prozent der Krimbewohner stimmten nicht zu<\/a>, den Vertrag mit Kiew zu unterschreiben, wenn darin steht, dass die Krim de jure zur Ukraine geh\u00f6rt. <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/rubric-society\/1939810-sotsiolog-putinske-sotsopituvannya-u-krimu-tse-nagla-brehnya.html\">Die Vorsitzende des Fonds \u201eDemokratische Initiativen namens Iljko Kutscheriw\u201c, Irina Bekeschkina<\/a>, betonte, dass diese Umfrage \u201eeine handfeste L\u00fcge\u201c sei, weil diese Umfrage nicht von Soziologen durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Aktivisten von der Zivilblockade der Krim r\u00e4umen ihre Checkpoints an der Grenze zu der annektierten Krim. <a href=\"http:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2015\/12\/31\/7094207\/\">Laut Angaben von Lenur Isljamow<\/a> trafen sie diese Entscheidung gem\u00e4\u00df der Verordnung der ukrainischen Regierung, die Lieferungen von Waren und Dienstleistungen auf die Krim verbietet (<a href=\"http:\/\/www.unian.info\/society\/1227168-crimea-blockade-activists-dismantle-checkpoints-on-border-with-occupied-crimea-islyamov.html\">Meldung auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Untersuchung der Sch\u00fcsse auf dem Maidan<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Das B\u00fcro des Generalstaatsanwalts meint, dass es viele Beweise daf\u00fcr gibt, wer auf dem Maidan die Aktivisten erschoss. Seit dem 20. Februar 2014, an dem \u00fcber 100 Euromaidan-Demonstranten erschossen wurden, sind fast zwei Jahre vergangen. Diejenigen, die daf\u00fcr verantwortlich waren, wurden immer noch nicht vor Gericht gestellt und es gibt Beschwerden, weil sich die Regierung als unf\u00e4hig erweist, die M\u00f6rder zu verfolgen. Das B\u00fcro des Generalstaatsanwalts gab nun bekannt, dass es letztlich konkrete Beweise gibt, die zeigen, wer schuldig war (<a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/article\/content\/ukraine-politics\/prosecutor-generals-office-says-it-has-lots-of-evidence-of-who-killed-maidan-activists-405224.html\">auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Reformen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Korruptionsbek\u00e4mpfung in der Ukraine, die parallel mit der Reform des Gerichtssystems einhergehen sollte, ist f\u00fcr die Europ\u00e4er eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung. <a href=\"http:\/\/www.5.ua\/polityka\/Posol-Shvetsii-Borotba-z-koruptsiieiu-v-Ukraini--tse-naibilshe-rozcharuvannia-u-sferi-reform-102457.html\">Dar\u00fcber berichtete der schwedische Botschafter in der Ukraine, Andreas von Beckerath.<\/a> \u201eDie Mehrzahl der schwedischen Gesellschaften bemerkten keine wesentlichen \u00c4nderungen bei dem Korruptionsproblem, weshalb ich denke, dass es ein wichtiger Appell an die ukrainischen Beh\u00f6rden und die Staatsf\u00fchrung ist, diese Reformen zu beschleunigen. Nat\u00fcrlich ist die Korruptionsbek\u00e4mpfung direkt mit einer Reform des Gerichtssystems verbunden, erkl\u00e4rte Beckerath.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.5.ua\/polityka\/Posol-Shvetsii-Naibilsh-uspishnyi-sposib-zaluchennia-investytsii-v-ukrainsku-ekonomiku--tse-reformy-102488.html\">Nach seinen Angaben<\/a> erreichte die Ukraine bereits gute Erfolge bei der Durchf\u00fchrung von Reformen. \u201eIch denke, dass wir wichtige Ergebnisse sahen, wie die Reform des Energiesektors \u2013 eine schwierige, aber wichtige Entscheidungen der Beh\u00f6rden in Bezug auf die Verringerung der Gassubventionierung \u2013 oder im Bereich der Dezentralisierung und Deregulierung, sowie bei der Stabilisierung der ukrainischen Landesw\u00e4hrung. Im Bankensektor musste \u00fcber ein Drittel der Institutionen schlie\u00dfen. Diese Erfolge stelle ich schwedischen Gesellschaften als Zeichen vor, dass sich die Ukraine in die richtige Richtung bewegt\u201c, erkl\u00e4rte der schwedische Botschafter.<\/p>\n<p>2015 wurden in der Ukraine 860 Beamte entlassen, die unter das Gesetz zur S\u00e4uberung der Beh\u00f6rden gerieten. Sie wurden in das Staatsregister beim Justizministerium eingetragen, was ihnen verbietet, in den n\u00e4chsten 10 Jahren \u00c4mter zu bekleiden. <a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/366512\/za-2015-god-bylo-lyustrirovano-860-chinovnikov\">Dar\u00fcber berichtete das \u00d6ffentliche Lustrationskomitee.<\/a> Weitere 42 Beamte wurden entlassen, die nach der ersten Lustrationswelle ihre \u00c4mter nicht verlassen wollten. Au\u00dferdem d\u00fcrfen 21 Parlamentsabgeordnete der derzeitigen 8. Legislaturperiode laut dem Lustrationsgesetz keine f\u00fchrenden \u00c4mter bekleiden.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Umfrage<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der Fond \u201eDemokratische Initiativen\u201c und das Kiewer Internationale Institut f\u00fcr Soziologie stellten in einer Untersuchung die politischen Ergebnisse und Prognosen f\u00fcr 2015 vor. 2015 vertrauten die Befragten Freiwilligen st\u00e4rker als sie ihnen misstrauten (49 Prozent). Auch die Kirche war unter den Vertrauensf\u00fchrern, sowie eine positive Einstellung gegen\u00fcber den ukrainischen Streitkr\u00e4ften und Gesellschaftsorganisationen. Das Vertrauen gegen\u00fcber den staatlichen Institutionen fiel hingegen. Das Vertrauen in das ukrainische Parlament war seit der gesamten Messung am geringsten (minus 74 Prozent), und gegen\u00fcber der Regierung mit minus 67 Prozent. Der Pr\u00e4sident erhielt 2014 ein positives Ergebnis mit plus 5 Prozent; jetzt liegt es bei minus 40 Prozent. Politische Parteien erhielten auch ein negatives Rating mit minus 72 Prozent. Was die au\u00dfenpolitische Orientierung betrifft, ist eine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr einen EU-Beitritt. Im S\u00fcden und Osten des Landes, sowie im Donbass konnte sich ein bedeutender Teil der Bev\u00f6lkerung in dieser Frage nicht entscheiden (53 Prozent). Sie r\u00fcckten zwar von der Zollunion ab, aber sind nicht davon \u00fcberzeugt, dass sich die Ukraine Richtung EU bewegen soll.<\/p>\n<p>Laut Ergebnissen dieser Untersuchung meinen 60 Prozent der Befragten, dass sich die Ukraine weiterhin in die falsche Richtung entwickelt. Die Hauptargumente sind wirtschaftlich und der andauernde Krieg im Osten (73 Prozent); steigende Preise, w\u00e4hrend die Geh\u00e4lter nicht zunehmen (69 Prozent); das hohe Korruptionsniveau (57 Prozent); fehlender Glaube an Zukunftsperspektiven (48 Prozent); stark gestiegene Kommunaltarife (36 Prozent); und das Land wird bis heute von Oligarchen regiert. Man kann sagen, dass diese negative Sichtweise die Leute dazu zwingt, zu glauben, die Ukraine entwickelt sich in die falsche Richtung. Wie die Umfrage zeigte, wird sich die Ukraine bei folgendem in die richtige Richtung entwickeln: Ende der Kampfhandlungen und Frieden im Donbass; allgemeines Wachstum der ukrainischen Wirtschaft; allgemeine Erh\u00f6hung des Lebensstandards der Menschen; Strafverfolgung von Korruption\u00e4ren; und Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen (<a href=\"http:\/\/www.dif.org.ua\/en\/publications\/press-relizy\/2015-i-politichni-pja.htm\">Untersuchung auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Wirtschaft<\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/366353\/evropejskij-biznes-postavil-neuteshitelnuyu-otsenku-ukraine-issledovanie\">Die europ\u00e4ische Wirtschaft stellte der Ukraine eine unerfreuliche Einsch\u00e4tzung (Untersuchung).<\/a> Steuerdruck, Korruption und eine fehlende Dynamik bei den Reformen blieben f\u00fcr das ganze Jahr 2015 unver\u00e4ndert die Haupthindernisse f\u00fcr die Wirtschaft. Zu diesem Schluss kommt die Untersuchung des Indexes \u00fcber die Investitionsattraktivit\u00e4t, der von der European Business Association (EBA) aufgestellt wurde. \u201eDie Untersuchung zeigt, dass die \u00fcberwiegende Mehrzahl der Gesch\u00e4ftsleute (80 Prozent) mit dem aktuellen Zustand des Investitionsklimas in der Ukraine unzufrieden ist. Die Gesellschaftsf\u00fchrer best\u00e4tigten, dass bereits zu viel Zeit vergeudet wurde, um \u00fcber beabsichtigte Reformen zu sprechen; gleichzeitig wurde zu wenig innerhalb des Jahres gemacht\u201c, hei\u00dft es in der Untersuchung der EBA, die jedes Quartal durchgef\u00fchrt wird. Unter den befragten Gesch\u00e4ftsleuten meinen 96 Prozent, dass sie die fehlende Gerichtsreform negativ sehen; 93 Prozent empfinden die Korruptionsbek\u00e4mpfung als ineffektiv; 76 Prozent sehen keine Anzeichen einer Finanzmarktstabilisierung; 62 Prozent empfinden kaum Fortschritte bei der Mehrwertsteuerr\u00fcckerstattung; 61 Prozent sehen keine \u00c4nderung in der Frage der Bodenreform; 56 Prozent sp\u00fcren einen R\u00fcckgang bei den Handelsums\u00e4tzen; und 52 Prozent fehlt eine Vereinfachung der Zollprozeduren. 62 Prozent der Wirtschaftsvertreter nannten f\u00fcr die vergangenen drei Monaten \u00fcberhaupt nichts positives; 37 Prozent meinen, das Investitionsklima sei unver\u00e4ndert und befindet sich im Negativbereich; 8 Prozent nannten die relative Devisenstabilit\u00e4t als positiv. Weitere 8 Prozent merkten eine Verbesserung im Makrobereich an. Mehrere Befragte sehen die Verbesserung des Ratings f\u00fcr die Ukraine durch die Agenturen Moody\u2019s, Standard&amp;Poor\u2019s und Fitch im vergangenen Quartal als positiv (<a href=\"http:\/\/www.eba.com.ua\/static\/press-releases\/PressR_28122015.pdf\">vollst\u00e4ndige Untersuchung auf Ukrainisch<\/a>; <a href=\"http:\/\/www.eba.com.ua\/static\/indices\/iai\/EBA_Investment_Attractiveness_Index_4th_quarter_2015_EN.pdf\">Pr\u00e4sentation auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p>\u201eNaftogaz Ukrainy\u201c schlug \u201eGazprom\u201c vor, \u00fcber neue Regeln zur Preisbildung des Gastransits durch die Ukraine zu verhandeln, <a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/366526\/naftogaz-predlozhil-gazpromu-provesti-peregovory-v-svyazi-s-prinyatiem-novyh-pravil-tsenoobrazovaniya-na-tranzit-v-ukraine\">teilte die Pressestelle der Staatsholding mit<\/a>. Die Gesellschaft merkte an, dass die von der ukrainischen Regulierungsbeh\u00f6rde eingerichteten Tarife zum Gastransit an den Ein- und Ausgangsstellen zur Erf\u00fcllung dieser Dienstleistung verbindlich sind. In diesem Zusammenhang schlug \u201eNaftogaz Ukrainy\u201c vor, Verhandlungen aufzunehmen. \u201eWir werden ein zuverl\u00e4ssiger Partner bleiben und wir best\u00e4tigen, dass der Gastransit f\u00fcr europ\u00e4ische Verbraucher in den Umf\u00e4ngen, wie sie in Vertr\u00e4gen festgelegt wurden, ungehindert umgesetzt wird. Der \u00dcbergang zu der in Europa allgemeinen Praxis der Preisbildung f\u00fcr den Transit wird die weitere Integration unserer Gastransportinfrastruktur in das europ\u00e4ische Energiesystem unterst\u00fctzen, sowie die Zuverl\u00e4ssigkeit der Gaslieferungen an EU-L\u00e4nder festigen\u201c, wird in der Mitteilung der Vorstandsvorsitzende von \u201eNaftogaz Ukrainy\u201c, Andrej Kobolew, zitiert. <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/rubric-economics\/1939521-stavki-na-tranzit-gazu-dlya-gazpromu-zrosli-na-25-35-zmi.html\">Laut den neuen Tarifen kann sich der Preis f\u00fcr den Gastransit f\u00fcr \u201eGasprom\u201c um 25-35 Prozent erh\u00f6hen.<\/a> Der nationale Regulierer f\u00fcr die Tarife erhielt durch das Gesetz \u201e\u00dcber den Erdgasmarkt\u201c eine entsprechende Vollmacht. Mit dem Gesetz wurden in der Ukraine Normen der Energiegesetzgebung aus der EU eingef\u00fchrt, die andere Prinzipien zur Preisbildung beim Gastransit vorsehen.<\/p>\n<p>Das ukrainische Finanzministerium ist der Meinung, dass der Dialog mit Russland im Januar 2016 \u00fcber die Auslandsschulden in H\u00f6he von 3 Mrd. USD fortgesetzt wird. <a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/366434\/minfin-ozhidaet-prodolzheniya-dialoga-s-rossiej-v-yanvare-2016-po-dolgu-3-mlrd\">Dar\u00fcber berichtete die Finanzministerin Natalija Jaresko.<\/a> Die Ukraine erhielt noch keinen Vorschlag von Russland \u00fcber die Restrukturierung der Schulden. Die Ukraine ist nur bereit, bei einer deutschen Vermittlungsrolle zu verhandeln.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Analyse<\/strong><\/span><\/p>\n<p>28.\u00a0<a style=\"line-height: 1.5;\" href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/39214-deutsch-28-dezember-2015-bis-03-januar-2016-was-deutschsprachige-medien-zur-ukraine-berichteten\">Dezember 2015 bis 03. Januar 2016: Was deutschsprachige Medien zur Ukraine berichteten.<\/a><span style=\"line-height: 1.5;\"> Zum Jahreswechsel war in deutschsprachigen Medien zur Ukraine haupts\u00e4chlich das Inkrafttreten des Freihandelsabkommen pr\u00e4sent (auf Deustsch).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Interviews (auf Deutsch)<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Interview mit den Regisseurinnen des Dokumentarfilms \u201eAlisa in Warland\u201c: Die Hauptsache im Krieg ist der Mensch, nicht der Soldat. Noch vor zwei Jahren wohnten Alisa Kowalenko und Ljuba Durakowa in einem Studentenwohnheim in Kiew, lernten Dokumentarfilme zu drehen und machten Aufnahmen vom Maidan. Heute sind sie die Regisseurinnen des Dokumentarfilms \u201e<a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/38281-filmi\">Alisa in Warland<\/a>\u201c, der vom Krieg im Donbass handelt. Der Film wurde beim Dokumentarfilmfestival in Amsterdam gezeigt, sowie beim \u201eArtdokfest\u201c in Moskau. <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/39171-francais-le-plus-important-a-la-guerre-n-est-pas-le-soldat-mais-l-etre-humain-une-interview-des-realisatrices-du-documentaire-alica-in-warland\">Dar\u00fcber, wie sie der Film ver\u00e4nderte, welche Schrecken sie im Krieg erlebten, sowie \u00fcber die Gefangenschaft in der \u201eDVR\u201c und die Wahrnehmung des Films in Moskau, geht es in dem Exklusivinterview f\u00fcr UCMC<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/38914-francais-l-ukraine-a-besoin-de-15-ans-pour-se-transformer-pendant-cette-periode-la-russie-se-desintegrera-bogada-gavrylychyn-economiste\">Der Transformationsprozess wird in der Ukraine 15 Jahre dauern und w\u00e4hrend dieser Zeit wird Russland zerfallen \u2013 \u00d6konom Bohdan Hawrylyshyn<\/a>. Der bekannte ukrainische \u00d6konom, Mitglied des Club of Rome und Mitbegr\u00fcnder des Weltwirtschaftsforums in Davos, berichtete, warum ukrainische F\u00fchrungskr\u00e4fte und die Politik unf\u00e4hig sind, einen Durchbruch zu erzielen, und warum er trotzdem Hoffnung sieht. \u201eDie Ukraine gen\u00fcgt und gen\u00fcgte sich selbst. Politisch, wirtschaftlich, sozial-wirtschaftlich. Wir haben alle Natursch\u00e4tze, die uns das Land gibt. Wir sind ein \u00e4u\u00dferst talentiertes Volk. Ich war in 89 L\u00e4ndern. Ich unterhielt mich dort mit vielen Menschen. Ich wei\u00df, was ich vergleiche. Um einen Staat zu ver\u00e4ndern, m\u00fcssen Politiker \u00fcber drei Eigenschaften verf\u00fcgen: Zum einen Patriotismus. Das hei\u00dft, dass sie wirklich etwas Gutes f\u00fcr die Ukraine machen wollen. Zum anderen, Kompetenz. Und die dritte Eigenschaft ist Anstand: kein Schmiergeld annehmen, beziehungsweise oftmals auf verschiedene Weise einfach sehr viel Geld verdienen\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lage in der ATO-Zone Die Situation in der Ostukraine war w\u00e4hrend der vergangenen Woche schwierig, aber am Wochenende stabilisierte sich die Lage entlang der Frontlinie. Der Generalstab der Ukraine gab bekannt, dass sich die Anzahl des Beschusses seitens der pro-russischen Rebellen wesentlich verringerte. Am 1. Januar beschossen die Separatisten alle Checkpoints der Regierungstruppen. 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