{"id":52021,"date":"2016-04-11T22:33:04","date_gmt":"2016-04-11T22:33:04","guid":{"rendered":"http:\/\/uacrisis.org\/?p=41995"},"modified":"2016-08-01T16:17:29","modified_gmt":"2016-08-01T13:17:29","slug":"41995-deutsch-wochenubersicht-der-ukrainischen-pressenachrichten-vom-5-bis-11-april-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uacrisis.org\/de\/41995-deutsch-wochenubersicht-der-ukrainischen-pressenachrichten-vom-5-bis-11-april-2016","title":{"rendered":"Wochen\u00fcbersicht der ukrainischen Pressenachrichten vom 5. bis 11. April 2016"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Situation in der Zone der Anti-Terror-Operatio<\/strong><\/span>n<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche wurden die ukrainischen Checkpoints <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/ato\/chronology\">501 Mal<\/a> beschossen. Laut den Angaben der Sprecher der Pr\u00e4sidialverwaltung zu ATO-Fragen kamen in der Ostukraine drei ukrainische Soldaten ums Leben und 40 weitere wurden verletzt.<\/p>\n<p>Am Wochenende wurden die ukrainischen Kr\u00e4fte von den (pro-)russischen Milit\u00e4rverb\u00e4nden h\u00e4ufiger unter Beschuss genommen. Dabei setzten die von Russland kontrollierten Milit\u00e4rverb\u00e4nde Panzer, Granatwerfer, schwere Waffen mit einem Kaliber von 120 und 82 Millimetern ein (<a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/62843-staff-number-of-attacks-by-militants-became-record-high.html\">Meldung auf Englisch<\/a>). Die ukrainischen Vertreter des Gemeinsamen Zentrums zur Koordinierung und Kontrolle (GZKK) teilten mit, dass die ukrainischen Truppen bei der ukrainischen Siedlung Awdijiwka (Gebiet Donezk) am h\u00e4ufigsten beschossen wurden. <a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/62828-jccc-growing-intensity-of-attacks-near-avdiivka-is-direct-violation-of-minsk-agreements.html\">Hier wurden die ukrainische Checkpoints 98 Mal<\/a> (mit 584 Minen) im Laufe der Woche beschossen.<\/p>\n<p>Gestern wurden die ukrainischen Checkpoints bei Opytne, Marijinka, Stanyzja Luhanske, Pawlopil, Saizewe, Nowotroizkem Pisky, Nowhorodske und Werchnjotorezke den ganzen Tag lang unter Beschuss genommen (<a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/62890-militants-shelled-berdiansk-using-cannon-artillery-staff.html\">Bericht \u00fcber die Situation in der ATO-Zone am 10. April auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p>Der Chef der ukrainischen Special Monitoring Mission der Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Ertu\u011frul Apakan, mahnte die beiden Konfliktparteien im Donbass an, die Waffenruhe zu halten (<a href=\"http:\/\/www.osce.org\/ukraine-smm\/231896\">Meldung auf Englisch<\/a>). Er sei wegen der Verst\u00f6\u00dfe gegen die Waffenruhe besorgt. Beide Seiten h\u00e4tten sich dazu verpflichtet, die Minsker Vereinbarungen einzuhalten.<\/p>\n<p>Die OSZE-Beobachter wurden von den (pro-)russischen Milit\u00e4rverb\u00e4nden w\u00e4hrend einer Streifenfahrt <a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/62852-osce-mission-s-patrol-attacked-in-zaitseve.html\">bei der von der Ukraine kontrollierten Siedlung Saizewe<\/a> und bei der von (pro-)russischen Kr\u00e4ften besetzten Siedlung Snizhne beschossen (<a href=\"http:\/\/www.osce.org\/ukraine-smm\/231901\">Bericht der OSZE-SMM auf Englisch<\/a>). Au\u00dferdem drohten die bewaffneten Vertreter der Milit\u00e4rverb\u00e4nde der sogenannten \u201eLuhansker Volksrepublik\u201c den OSZE-Beobachtern bei Smile (Gebiet Luhansk). Die ukrainischen Vertreter des GZKK wiesen darauf hin, dass die (pro-)russischen Milit\u00e4rverb\u00e4nde versuchen, die OSZE-Beobachter einzusch\u00fcchtern und sie nicht nach Awdijiwka zu lassen (<a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/62856-jccc-militants-fired-at-patrol-of-osce-as-want-no-de-escalation-in-avdiivka.html\">Meldung auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p>Die Russische F\u00f6deration stellte der F\u00fchrung der besetzten Gebiete in der Ostukraine 800 Millionen Rubel bereit. Dies teilte die Milit\u00e4raufkl\u00e4rung des Verteidigungsministeriums der Ukraine mit. 775 Millionen Rubel wurden f\u00fcr Beh\u00f6rden und Milit\u00e4rverb\u00e4nde der sogenannten Volksrepubliken gew\u00e4hrt (<a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/62879-kremlin-spent-about-800-million-rubles-to-support-terrorists-in-donbas-since-early-april.html\">Meldung auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p>Die ukrainische Milit\u00e4raufkl\u00e4rung hat weitere Beweise daf\u00fcr vorgelegt, dass Russland unmittelbar die (pro-)russischen Milit\u00e4rverb\u00e4nde im Donbass aufbaut, organisiert und steuert. Im Jahre 2014 oblag die Kommandof\u00fchrung \u00fcber die beiden gebildeten Armeekorps im Donbass (1. AK f\u00fcr das Gebiet Donezk, 2. AK f\u00fcr das Gebiet Luhansk) beim Oberbefehlshaber der 58. Armee des s\u00fcdrussischen Milit\u00e4rbezirks, Generalmajor Andrej Guruljow. Er leitete die Armeekorps \u00fcber die 12. Kommandof\u00fchrung der Reserve im s\u00fcdrussischen Milit\u00e4rbezirk. \u201eEin Gespr\u00e4ch zwischen Guruljow und Susko weist auf die direkte Beteiligung der russischen Milit\u00e4rf\u00fchrung bei der Organisation der sogenannten Wahlen in der sogenannten Donezker Volksrepublik (DVR) hin. Zur Abstimmung wurden Milit\u00e4rangeh\u00f6rige der russischen Streitkr\u00e4fte und S\u00f6ldner hinzugezogen, die aus Russland gekommen waren\u201c. Der Mitschnitt wiederlegt die Erkl\u00e4rungen der russischen F\u00fchrung, an den Vorg\u00e4ngen im Osten der Ukraine \u201enicht beteiligt\u201d zu sein (<a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/41945-voyenna-rozvidka\">Pressemitteilung auf Deutsch<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/41729-die-russische-armee-im-donbass-und-ihre-verluste\">Unterhalb finden Sie eine tabellarische Auflistung mit den Verlusten von 26 Einheiten der russischen Armee, die aktiv im Donbass Kampfhandlungen gef\u00fchrt haben<\/a>. Dabei handelt sich nur um Teilverluste, die dem SBU als gesicherte Informationen vorliegen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Menschenrechte<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Am 6. April hat die ukrainische Kampfpilotin und Abgeordnete des Parlaments, Nadija Sawtschenko, die rechtswidrig in Russland inhaftiert ist, erkl\u00e4rt, in einen trockenen Hungerstreik zu treten. <a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/62371-savchenko-rozpochala-suhe-goloduvannya.html\">Das Urteil gegen sie trat am 5. April in Kraft<\/a>. Die Russische F\u00f6deration sei bereit, Nadija Sawtschenko auszutauschen, wenn die Ukraine das Urteil des russischen Gerichts anerkennt, <a href=\"http:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2016\/04\/6\/7104659\/\">erkl\u00e4rte Sawtschenkos Mutter<\/a>.<\/p>\n<p>In der von Russland annektierten Halbinsel Krim nehmen die Repressionen gegen die Krimtataren zu. Das erkl\u00e4rte der <a href=\"http:\/\/ru.krymr.com\/content\/news\/27658189.html\">Anf\u00fchrer des krimtatarischen Volkes, Mustafa Dschemiljew<\/a>: &#8220;Gegenw\u00e4rtig befinden sich 13 Krimtataren im Gef\u00e4ngnis. Innerhalb von zwei Jahren gab es mehr als 200 Durchsuchungen, rund 95 Prozent von ihnen in H\u00e4usern, Schulen und Moscheen von Krimtataren&#8221;, sagte Dschemiljew. Ihm zufolge wurde dabei nach &#8220;Waffen oder verbotener Literatur&#8221; gesucht. Die Durchsuchungen f\u00e4nden sogar unter Verletzung der russischen Gesetzgebung statt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ru.krymr.mobi\/a\/27660833.html\">Auf der Krim dauert zudem ein Gerichtsverfahren an<\/a>, bei dem es darum geht, den Medschlis der Krimtataren als extremistische Organisation einzustufen. Der Verteidigung des Medschlis zufolge ist die Organisation allerdings international, also nicht nur auf der Krim aktiv. Dies mache die Sache zu einem Fall f\u00fcr das Oberste Gericht der Russischen F\u00f6deration. Es sei daran erinnert, dass der Medschlis ein Vertretungsorgan des krimtatarischen Volkes ist. Die Anklage erkl\u00e4rte ferner, dass die Krimtataren nach der &#8220;Definition&#8221; des internationalen Rechts keine indigene Bev\u00f6lkerungsgruppe darstellen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Die politische Krise<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Gestern hat Premierminister <a href=\"http:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2016\/04\/10\/7105021\/\">Arsenij Jazenjuk seinen R\u00fccktritt angek\u00fcndigt<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/interfax.com.ua\/news\/political\/336835.html\">Der Pr\u00e4sident der Ukraine, Petro Poroschenko<\/a>, wird den Obersten Rat, das Parlament der Ukraine, aufl\u00f6sen, sollte in dieser Woche keine Koalition und kein neues Kabinett gebildet werden, sagte der Vertreter des Staatschefs im Parlament, Stepan Kubiw. Poroschenko erkl\u00e4rte, dass in dieser Sitzungswoche des Parlaments eine neue Koalition und Regierung stehen sollte, die sich auf Reformen und die Umsetzung des Assoziierungsabkommens mit der EU sowie auf die Zusammenarbeit mit dem Internationalen W\u00e4hrungsfonds und die Bek\u00e4mpfung der Korruption konzentriert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/rubric-politycs\/1996190-golosi-u-koalicii-na-dvoh-vistacae-ale-vpritul-nardep.html\">Die Koalition, die von den Fraktionen des &#8220;Blocks Petro Poroschenko&#8221;<\/a> und der &#8220;Volksfront&#8221; gebildet wird, hat bereits etwa 230 Abgeordnete. Das teilte der frischgebackene Abgeordnete vom &#8220;Block Petro Poroschenko&#8221;, Oleksandr Bryhynez, mit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2016\/04\/11\/7105085\/\">Die Fraktionen der Parteien &#8220;Selbsthilfe&#8221;, &#8220;Vaterland&#8221; und die &#8220;Radikale Partei&#8221;<\/a> beabsichtigen nicht, Wolodymyr Hroisman als Premierminister zu unterst\u00fctzen. Abgeordneten der &#8220;Vaterlandspartei&#8221; erkl\u00e4rten, dass noch keine endg\u00fcltige Entscheidung getroffen sei. Aber bisher sei vereinbart worden, Hroisman nicht zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2016\/04\/11\/7105165\/\">Am Abend teilte Mustafa Najem<\/a>, der Parlamentsabgeordnete der Fraktion &#8220;Block Petro Poroschenko&#8221; mit, dass Hrojsman den Vorschlag ablehnte, die ukrainische Regierung zu leiten. Laut den Angaben von Najem, seien die Bedingungen, die Hrojsman gestellt h\u00e4tte, nicht erf\u00fcllt worden.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Der Kampf gegen die Korruption und die &#8220;Panama Papers&#8221;<\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/interfax.com.ua\/news\/economic\/335753.html\">Die Firma Prime Asset Partners Limited (BVI)<\/a> auf den Britischen Jungferninseln ist dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Petro Poroschenko zufolge haupts\u00e4chlich daf\u00fcr gegr\u00fcndet worden, um eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle &#8211; SPV) zu schaffen, damit seine Unternehmen f\u00fcr die Dauer seiner Amtszeit an einen Treuh\u00e4nder, an das Bankhaus Rothschild, \u00fcbertragen werden konnten. Es sei nicht darum gegangen, Steuerzahlungen zu minimieren, wie es bei anderen Personen, die in den &#8220;Panama Papers&#8221; vork\u00e4men, der Fall sei, betonte Poroschenko.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/article\/27660813.html\">Unterdessen haben Journalisten der TV-Redaktion &#8220;Schemy&#8221;<\/a> Nachforschungen \u00fcber Poroschenkos Unternehmen angestellt, die er im Laufe von \u00fcber 20 Jahren aufgebaut hat. Sie fanden heraus, dass Offshore-Unternehmen von Anfang an in der Gesch\u00e4ftsstruktur des jetzigen Pr\u00e4sidenten der Ukraine vorhanden waren. Dar\u00fcber hinaus gelang es den Journalisten, Akten von Strafverfahren aus den Jahren 2003 und 2004 zu finden, aus denen hervorgeht, dass Poroschenko die Offshore-Unternehmen zur Steuerhinterziehung h\u00e4tte nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nur ein Prozent der Ukrainer hat in den letzten zw\u00f6lf Monaten der Generalstaatsanwaltschaft oder der Polizei Korruptionsf\u00e4lle gemeldet. <a href=\"http:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2016\/04\/11\/7105098\/\">Dies geht aus Ergebnissen einer Umfrage von &#8220;PACT Inc.&#8221; hervor<\/a>. So sind 16 Prozent der Menschen bereit, Anzeige zu erstatten, sechs Prozent wollen wissen, wie man dies macht. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Zur\u00fcckhaltung wurden nicht untersucht. Sie k\u00f6nnten darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, dass die Menschen zu wenig \u00fcber ihre Rechte wissen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2016\/04\/10\/7105043\/\">Pr\u00e4sident Petro Poroschenko hat erl\u00e4utert<\/a>, welche Schritte unternommen werden m\u00fcssten, um die angek\u00fcndigte Eind\u00e4mmung der &#8220;Offshore-Gesch\u00e4fte&#8221; durchzusetzen. Er beauftragte die Finanzbeh\u00f6rden des Landes, den Beitritt der Ukraine zum Internationalen \u00dcbereinkommen \u00fcber den Zugang zu Konten von Nicht-Residenten zu gew\u00e4hrleisten. Danach w\u00fcrde die Ukraine automatisch Informationen \u00fcber Konten erhalten, die ukrainische Staatsb\u00fcrger in ausl\u00e4ndischen B\u00e4nken weltweit h\u00e4tten.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Das Referendum in den Niederlanden<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Das Referendum in den Niederlanden \u00fcber die Ratifizierung des Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der EU hat gezeigt, dass faktisch jeder dritte Teilnehmer der Volksbefragung die Ukraine in ihrer Bestrebung unterst\u00fctzt, sich den Werten der EU anzuschlie\u00dfen. Allerdings hat die niedrige Wahlbeteiligung (etwas mehr als 30 Prozent) und die Anzahl derer, die mit \u201cNein\u201d gestimmt haben, nun zu heftigen Diskussionen gef\u00fchrt. In ihnen geht es eher um die Zukunft der EU und weniger darum, ob sich die Ukraine der EU anschlie\u00dfen soll.<\/p>\n<p>Mit der Sprache der Statistik gesprochen, war es ein Sieg der allgemeinen Gleichg\u00fcltigkeit. Auch wenn die Gegner der EU und des Assoziierungsabkommens mit der Ukraine gewonnen haben, so darf nicht vergessen werden, dass 68 Prozent der Stimmberechtigten das Referendum aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden ganz ignoriert haben. Rechnet man das Ergebnis auf alle Stimmberechtigten um, so haben 13 Prozent f\u00fcr die Ukraine und 19 Prozent gegen die Ukraine gestimmt (Anmerkung: auch wenn viele der Gegner gef\u00fchlt eher gegen \u201eBr\u00fcssel\u201c gestimmt haben). Statistisch ist das Ergebnis nicht etwa ein Sieg der Gegner des Assoziierungsabkommens, sondern vielmehr ein Triumph der Gleichg\u00fcltigkeit, apolitischen Einstellung und der Unkenntnis bez\u00fcglich des Assoziierungsabkommens bei der Mehrheit der niederl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung. Die niederl\u00e4ndischen Euroskeptiker konnten einen Erfolg vor allem deswegen einfahren, weil sie ein Referendumsthema gefunden hatten, das die liberal eingestellte Mehrheit der Bev\u00f6lkerung nur wenig ansprach.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist es ihnen gelungen, das gesamte Spektrum der Protestw\u00e4hler in Bezug auf die pro-europ\u00e4ische Regierungskoalition und die EU zu mobilisieren. Der Hauptgrund f\u00fcr die \u201eNein-Sager\u201c war die Korruption (59 Prozent) und weiter die Bef\u00fcrchtung einer zuk\u00fcnftigen EU-Mitgliedschaft der Ukraine (31 Prozent). Diejenigen, die mit \u201eJa\u201c gestimmt haben, haben als Gr\u00fcnde angef\u00fchrt: Die Verbesserung der Handelsbeziehungen mit der Ukraine (49 Prozent), Vorteile f\u00fcr die niederl\u00e4ndische Wirtschaft\u00a0 (41 Prozent) sowie die St\u00e4rkung der ukrainischen Position im Konflikt mit Russland (33 Prozent).<\/p>\n<p>Der Misserfolg beim Referendum in den Niederladen wird f\u00fcr die Ukraine immer mehr zu einer roten Linie. Die Korruption in der Ukraine wird von der europ\u00e4ischen Politik immer weniger geduldet werden. Die Zeit der Vorschusslorbeeren und der Kompromisse, die es in der europ\u00e4ischen Politik seit dem Majdan gab, ist vorbei. Bei jeder Beteuerung, die Ukrainer w\u00fcrden f\u00fcr europ\u00e4ische Werte k\u00e4mpfen, wird man Kiew auf die weitverbreitete Korruption und den fehlenden Fortschritt im Kampf gegen sie hinweisen. Ohne Fortschritte in diesem Bereich werden der Ukraine keine anderen Argumente mehr helfen.<\/p>\n<p>Trotz der negativen (politischen) Folgen des Referendumsergebnisses f\u00fcr die Ukraine wird die Freihandelszone zwischen der EU und der Ukraine funktionieren, weil 90 Prozent des Inhalts des Assoziierungsabkommens in der Kompetenz der \u00fcberstaatlichen EU-Institutionen liegt &#8211; bei der Europ\u00e4ischen Kommission, dem Europaparlament und dem Europ\u00e4ischen Rat &#8211; und nicht bei den einzelnen EU-Mitgliedsl\u00e4ndern. Darunter auch alle Bestimmungen zur Freihandelszone zwischen der Ukraine und der EU.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Wirtschaft<\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.epravda.com.ua\/publications\/2016\/04\/5\/588368\/\">Im M\u00e4rz wurde <\/a><a href=\"http:\/\/www.epravda.com.ua\/publications\/2016\/04\/5\/588368\/\">die <\/a><a href=\"http:\/\/www.epravda.com.ua\/publications\/2016\/04\/5\/588368\/\">Milit\u00e4rausstellung<\/a> Defexpo India 2016 durchgef\u00fchrt, die f\u00fcr die ukrainische Milit\u00e4rindustrie sehr erfolgreich war. Das indische Verteidigungsministerium unterzeichnete mit der Ukraine 15 Memoranden, laut denen ukrainische Fachleute 500 Transportflugzeuge in Indien herstellen werden. Au\u00dferdem wird die Ukraine Gasturbinen f\u00fcr indische Milit\u00e4rschiffe liefern. Zuvor war ein gemeinsames Projekt eingefroren worden, das mit Russland durchgef\u00fchrt werden sollte. Laut diesem Projekt sollten milit\u00e4rische Transportflugzeuge vom Typ \u201eMulti-role Transport Aircraft\u201c hergestellt werden. Ukrainische Experten meinen, dass ukrainische Hersteller so Russland vom indischen Markt verdr\u00e4ngen (<a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/business\/good-bye-russia-india-s-aerospace-industry-choses-ukraine-626127.html\">Meldung auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Reformen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>In der vorigen Woche waren folgende Reformen wichtige Themen: europ\u00e4ische Integration, Makrofinanzielle Stabilisierung, Deregulierung, Privatisierung, Reform des \u00f6ffentlichen Dienstes. <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/41949-dajdzhest-reform-2-04-8-04-2016\">Hier finden Sie eine Zusammenfassung auf Deutsch zu den genannten Reformthemen (auf Deutsch)<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Nachfolgend eine Auswahl an englischen Interviews, Analysen und Videos zur Situation in der Ukraine<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Reportage<\/strong><\/p>\n<p>Leben an der Frontlinie: <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/politics\/living-on-the-frontline-in-eastern-ukraine-622236.html\">Reportage von Ukraine Today<\/a>.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des niederl\u00e4ndischen Referendums sind f\u00fcr die Ukraine kein strategisches Hindernis auf dem Weg nach Europa, so Pr\u00e4sident der Ukraine, Petro Poroschenko. <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/politics\/poroshenko-dutch-vote-not-strategic-obstacle-on-ukraine-s-way-to-europe-626046.html\">Reportage von Ukraine Today<\/a>.<\/p>\n<p>Wie lief die Abstimmung in Niederlanden ab? <a href=\"https:\/\/youtu.be\/W-WJl5ih23Q?t=14m32s\">Reportage von Hromadske Inetrnational<\/a>.<\/p>\n<p>Wie reagierten die Ukrainer auf das niederl\u00e4ndische Referendum. <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/society\/kyiv-residents-comment-on-no-vote-in-dutch-referendum-on-ukraine-626388.html\">Reportage von Ukraine Today<\/a>.<\/p>\n<p>Die ukrainische Stadt Lwiw will zur IT-Hauptstadt Osteuropas werden. <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/techandscience\/lviv-aims-to-become-major-it-destination-in-eastern-europe-623127.html\">Reportage von Ukraine Today<\/a>.<\/p>\n<p>Die Beobachter der OSZE besuchten der (pro-)russischen Milit\u00e4rverb\u00e4nde. <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/society\/osce-disgrace-monitors-spotted-at-russian-backed-separatist-wedding-626385.html\">Reportage von Ukraine Today<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Interviews<\/strong><\/p>\n<p>Was bedeutet der R\u00fccktritt des ukrainischen Ministerpr\u00e4sidenten Arsenij Jazenjuk f\u00fcr die Ukraine. <a href=\"https:\/\/youtu.be\/W-WJl5ih23Q?t=3m44s\">Interview von Hromadske International<\/a> mit dem Business-Ombudsmann, Taras Kachka.<\/p>\n<p>Der Skandal um die \u201cPanama Papers\u201d, Gespr\u00e4ch mit Makar Pesenjuk, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor von \u201eInvestment Capital Ukraine\u201c, das Unternehmen von Petro Poroschenko leitet. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=W-WJl5ih23Q&#038;feature=youtu.be&#038;t=34m50s\">Interview von Hromadske Inetrnational.<\/a><\/p>\n<p><strong>Analyse<\/strong><\/p>\n<p>Die bekanntesten Offshore-Inhaber in Osteuropa. <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/politics\/revealed-eastern-europe-s-most-high-profile-offshore-account-holders-graphics-624156.html\">Infografik von Ukraine Today<\/a>.<\/p>\n<p>Nutzte Petro Poroschenko Offshore-Firmen seit 15 Jahren? <a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/article\/content\/ukraine-politics\/schemes-investigative-program-poroshenko-keeps-business-in-offshores-for-decades-411670.html\">Analyse von Kyivpost<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Pressemitteilungen von UCMC (auf Deutsch)<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/41861-ti-corruption\">Transparency International: So bestrafen ukrainische Gerichte korrupte Beamte<\/a>. Transparency International hat gemeinsam mit Journalisten der Nachrichten-Webseite \u201cErste Instanz\u201d eine Studie mit dem Titel \u201cDie Richter im Visier\u201d vorgelegt. Deren Ergebnisse wurden auf einer Pressekonferenz im Ukraine Crisis Media Center bekanntgegeben. Durchgef\u00fchrt wurde die Studie zwischen M\u00e4rz 2014 und Februar 2016 mit Unterst\u00fctzung der US-Botschaft in der Ukraine. In diesem Zeitraum pr\u00fcften Experten rund 1000 Gerichtsurteile, in denen es um unerlaubte Vorteilsnahme geht. Auch wurden Gerichte verschiedener Instanzen auf Korruption hin untersucht, sagte Fedir Oryschtschuk von der \u201cErsten Instanz\u201d. Trotz der erkl\u00e4rten Bek\u00e4mpfung von Korruption ist sie in den vergangenen zwei Jahren gewachsen. Insgesamt flossen in die Taschen von Beamten im Jahr 2015 Schmiergelder in H\u00f6he von 19 Millionen Hrywnja. Im Vorjahr waren es 16 Millionen. Die durchschnittliche H\u00f6he der Schmiergelder stieg von 30.000 auf etwa 40.000 Hrywnja, wahrscheinlich aufgrund der starken Abwertung der Landesw\u00e4hrung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Situation in der Zone der Anti-Terror-Operation In der vergangenen Woche wurden die ukrainischen Checkpoints 501 Mal beschossen. Laut den Angaben der Sprecher der Pr\u00e4sidialverwaltung zu ATO-Fragen kamen in der Ostukraine drei ukrainische Soldaten ums Leben und 40 weitere wurden verletzt. Am Wochenende wurden die ukrainischen Kr\u00e4fte von den (pro-)russischen Milit\u00e4rverb\u00e4nden h\u00e4ufiger unter Beschuss genommen. 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