{"id":53390,"date":"2016-05-09T22:21:22","date_gmt":"2016-05-09T22:21:22","guid":{"rendered":"http:\/\/uacrisis.org\/?p=42854"},"modified":"2016-08-01T16:15:44","modified_gmt":"2016-08-01T13:15:44","slug":"42854-deutsch-wochenubersicht-der-ukrainischen-pressenachrichten-vom-3-bis-9-mai-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uacrisis.org\/de\/42854-deutsch-wochenubersicht-der-ukrainischen-pressenachrichten-vom-3-bis-9-mai-2016","title":{"rendered":"Wochen\u00fcbersicht der ukrainischen Pressenachrichten vom 3. bis 9. Mai 2016"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Die Situation in der Zone der Anti-Terror-Operation<\/strong><\/span><\/p>\n<p>In der vergangenen Woche wurden die ukrainischen Streitkr\u00e4fte <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/ato\/chronology\">63 Mal beschossen<\/a>. Infolge des Beschusses seitens der prorussischen Milit\u00e4rverb\u00e4nde und durch Sprengfallen wurden zwei ukrainische Soldaten get\u00f6tet und zw\u00f6lf weitere verletzt.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu den vorigen Wochen verringerte sich die Anzahl der Verst\u00f6\u00dfe gegen die Waffenruhe wesentlich. Trotzdem wurde die Waffenruhe nicht vollst\u00e4ndig eingehalten. Die (pro-)russischen Milit\u00e4rverb\u00e4nde setzten Granatenwerfer, schwere Waffen und Sch\u00fctzenwaffen ein, ebenfalls M\u00f6rser mit einem Kaliber von 120 Millimetern, die laut den Minsker Vereinbarungen abgezogen sein sollten. <a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/65477-staff-12-attacks-in-ato-zone-over-past-24-hours.html\">Die Milit\u00e4rverb\u00e4nde der russischen Invasionstruppen<\/a> beschossen die ukrainischen Checkpoints bei Awdijiwka, Schyrokine und Taramtschuk (Frontabschnitt bei Mariupol). Es wurden auch Provokationen im Frontabschnitt bei Luhansk festgestellt.<\/p>\n<p>Im Gebiet Donezk gelten mit dem Stand vom 6. Mai immer noch 864 Ukrainer als vermisst. Das teilte der Chef der Polizei im Gebiet Donezk, <a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/65444-na-donechchyni-ponad-850-lyudej-vvazhayutsya-bezvisty-znyklymy-abroskin.html\">Wjatscheslaw Abroskin<\/a>, mit. Leider sind die Vermisstenzahlen unerfreulich. Seit Beginn der Anti-Terror-Operation wurden im Gebiet Donezk 1645 Personen als vermisst gemeldet. Bei Suchaktionen wurden 690 Personen ausfindig gemacht. Ferner wurden 91 Tote identifiziert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/65429-nimechchyna-nadast-2-mln-yevro-dlya-gumanitarnoyi-dopomogy-postrazhdalym-vid-konfliktu-v-ukrayini.html\">Die deutsche Bundesregierung<\/a> stellt weitere zwei Millionen Euro f\u00fcr das Projekt \u201cHumanit\u00e4re Hilfe und Unterst\u00fctzung f\u00fcr Binnenfl\u00fcchtlinge und Personen, die wegen der Krise in der Ukraine zu Schaden gekommen sind\u201d zur Verf\u00fcgung. Das teilte die Pressestelle des Hohen Fl\u00fcchtlingskommissars der Vereinten Nationen in der Ukraine mit. Deutschland hatte im Jahr 2015 vier Millionen Euro f\u00fcr dieses Projekt bereitgestellt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.president.gov.ua\/news\/vistup-prezidenta-pid-chas-akciyi-persha-hvilina-miru-u-den-37079\">Der ukrainische Pr\u00e4sident Petro Poroschenko<\/a> betonte w\u00e4hrend der Gedenkenveranstaltungen f\u00fcr die Opfer des Zweiten Weltkrieges, dass die Ukraine auf diplomatische und politische Mittel setzen werde, um die territoriale Integrit\u00e4t der Ukraine wiederherzustellen. Schritten zu einer politischen Beilegung der Situation in der Ostukraine m\u00fcssten sichtbare Fortschritte in Fragen der Sicherheit vorangehen: eine vollst\u00e4ndige Waffenruhe, ein Abzug der russischen Milit\u00e4rtechnik und ein uneingeschr\u00e4nkter Zugang der Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zu allen besetzten Gebieten im Donbass, einschlie\u00dflich der Demarkationslinie und des nicht kontrollierten Teils der ukrainisch-russischen Grenze.<\/p>\n<p>Dem ukrainischen Vertreter in der Trilateralen Kontaktgruppe zur Regelung der Situation im Donbass, <a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/news\/27719496.html\">Leonid Kutschma<\/a>, zufolge, wird Kiew mit den Vertretern der (pro-russischen) Kr\u00e4fte \u00fcber Kommunalwahlen in den von ihnen kontrollierten Gebieten im Donbass erst dann sprechen, wenn die Ukraine ihre vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber die Staatsgrenze wiederbekommt. Vor den Kommunalwahlen m\u00fcssten erst alle Sicherheitsbedingungen der Minsker Vereinbarungen umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Die Wiederaufnahme ukrainischer Rundfunksendungen im Donbass. Bald wird in der N\u00e4he von Slowjansk, auf dem Berg Karatschun, ein 180 Meter hoher Fernsehturm errichtet. Das teilte <a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/news\/27720040.html\">Oleksandr Bryginez, Berater<\/a> des ukrainischen Ministers f\u00fcr Informationspolitik, mit. Der alte Fernsehturm wurde zu Beginn der Kampfhandlungen im Juli 2014 zerst\u00f6rt. Seitdem wurde der gr\u00f6\u00dfte Teil des Gebietes Donezk (Norden) nicht mehr vom ukrainischen Rundfunk versorgt. Obwohl 50 Peilfunksender in der ATO-Zone aufgestellt wurden, konnten diese Gebiete nicht vollst\u00e4ndig abgedeckt werden. Nur der neue Fernsehturm wird das Problem endg\u00fcltig l\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aktueller Wochenbericht der ukrainischen Milit\u00e4raufkl\u00e4rung. W\u00e4hrend es an der Front ruhig blieb, hat Russland f\u00fcr seine Invasionskr\u00e4fte weitere Milit\u00e4rtechnik in den Donbass verlegt. In dieser Woche haben die russischen Invasionskr\u00e4fte aus Russland laut gesicherten Erkenntnissen der ukrainischen Milit\u00e4raufkl\u00e4rung 38 Kampfpanzer, 14 gepanzerte Kampffahrzeuge, 12 Artilleriesysteme, 1750 Tonnen Treibstoff und \u00fcber 560 Tonnen Munition erhalten. <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/42819-rozvidka-2\">Mehr zum Thema >>><\/a><\/p>\n<p>Die Sonder-Monitoring-Mission (SMM) der Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vermerkt f\u00fcr die vergangene Woche einen bedeutenden R\u00fcckgang der Kampfhandlungen im Donbass. Gleichzeitig bleibt die Gefahr dennoch hoch, besonders an den Stellen, wo sich die Konfliktparteien sehr nahe stehen. <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/42805-osce-26\">Mehr zumThema >>><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Menschenrechte. Okkupierte Krim<\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/65220-crimean-tatar-resource-center-gave-list-of-law-offences-in-crimea-as-of-april.html\">Das Ressourcenzentrum der Krimtataren<\/a> ver\u00f6ffentlichte f\u00fcr April 2016 eine weitere Chronik \u00fcber Vorf\u00e4lle und Rechtsverletzungen auf der von Russland annektierten Krim. In der \u00dcbersicht werden insgesamt \u00fcber 60 Verst\u00f6\u00dfe genannt. Der gr\u00f6bste Versto\u00df war die Massenfestnahme von Krimtataren in Pionerske am 1. April (<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/CTRC2015\/photos\/pcb.1709588882654488\/1709588572654519\/?type=3&#038;theater\">Chronik auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p>Am 6. Mai kamen in der Ortschaft Molodischne auf der Krim bewaffnete Personen in eine Moschee der Krimtataren und nahmen <a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/news\/27719599.html\">nach dem Gebet zirka 100 Moslems<\/a> fest. Nach einiger Zeit lie\u00dfen sie die Leute mit der Forderung wieder frei, sich bei der Polizei zu melden. <a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/news\/27719902.html\">Der Vorsitzende der Medschlis des krimtatarischen Volkes, Refat Tschubarow<\/a>, nannte den Zwischenfall eine Diskriminierung von Moslems.<\/p>\n<p>In der okkupierten Ortschaft Jewpatorija wurden am 7. Mai 25 Krimtataren von russischen Beamten festgenommen und zur Vernehmung zur Polizei gebracht. <a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/news\/27721535.html\">Dar\u00fcber berichtete der Journalist Osman Paschajew.<\/a> Laut seinen Informationen hing diese Festnahme durch die Beamten mit einer Inhaftierung von Personen zusammen, die einen Mord in Krasnodar (Russland) begingen. Auf die Frage, weshalb Krimtataren verd\u00e4chtigt wurden, aber keine Russen, antworteten die Untersuchungsbeamten, dass sie diese Anweisung \u201evon oben\u201c erhielten.<\/p>\n<p>In Russland wurde <a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/news\/27718139.html\">der Russe Andrej Bubejew<\/a> f\u00fcr ein Post in dem Sozialen Netz \u201eVKontakte\u201c zu 2 Jahren und 3 Monaten Strafkolonie verurteilt. Dar\u00fcber berichtete seine Anw\u00e4ltin Swetlana Sidorkina. Er wurde f\u00fcr den Aufruf zum Extremismus und dem Versto\u00df gegen die territoriale Integrit\u00e4t von Russland angeklagt. Anlass f\u00fcr die Strafverfolgung von Bubejew war ein Repost des Publizisten Boris Stomachin mit dem Inhalt, dass die Krim zur Ukraine geh\u00f6rt, sowie ein Bild zu diesem Thema auf seiner \u201eVKontakte-Seite\u201c. Bubejew behauptet, dass er f\u00fcr seine \u00dcberzeugung verfolgt wird. Er erkennt seine Schuld nicht an. Zuvor schlug der Chef des Untersuchungsausschusses der Russischen F\u00f6deration, Alexander Bastrykin, vor, bei einer Nichtanerkennung des \u201eReferendums \u00fcber den Beitritt der Krim zur Russischen F\u00f6deration\u201c, dies als Extremismus einzustufen. Daf\u00fcr w\u00e4re eine entsprechende \u00c4nderung der Gesetzgebung notwendig (<a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/65402-vkontakte-user-from-russia-sentenced-to-two-years-for-claiming-crimea-is-ukraine.html\">Meldung auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p>Laut Angaben des vom ukrainischen Pr\u00e4sidenten Bevollm\u00e4chtigten zu Fragen der Krimtataren, Mustafa Dschemiljew, h\u00e4lt der FSB [Russischer Geheimdienst] 14 Krimtataren gefangen (<a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/en\/65358-dzhemilev-14-crimean-tatars-are-kept-captive-by-fsb.html\">Liste auf Englisch<\/a>).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Eine neue ukrainische Tradition<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Seit zwei Jahren ist die Ukraine bem\u00fcht, von der Tradition der &#8220;Feier des Siegs \u00fcber Nazi-Deutschland&#8221; zu einer Tradition des &#8220;Gedenkens&#8221; \u00fcberzugehen. Die Ukraine hat den <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/society\/ukraine-marks-day-of-remembrance-and-reconciliation-to-honour-world-war-ii-victims-644841.html\">8. Mai zum &#8220;Tag des Gedenkens und der Vers\u00f6hnung&#8221;<\/a> erkl\u00e4rt, entsprechend der internationalen Praxis. An dem Tag soll allen Opfern des Zweiten Weltkriegs gedacht werden. Als Symbol zum Gedenken an sie wurde die rote Klatschmohn-Bl\u00fcte ausgew\u00e4hlt (<a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/society\/ukraine-celebrates-day-of-victory-over-nazism-in-world-war-ii-645162.html\">Nachricht in englischer Sprache<\/a>).<\/p>\n<p>Trotz dieser \u00c4nderungen, die von der Umsetzung des Gesetzes \u00fcber die De-Kommunisierung (Verbot der Verwendung kommunistischer Symbole) begleitet wird, gibt es in der Ukraine immer noch Streit zwischen den &#8220;beiden Traditionen&#8221;. Beispielsweise kam es <a href=\"http:\/\/www.hromadske.tv\/society\/u-kiyevi-prokhodit-aktsiya--bezsmertnii-polk--tran\/\">heute in Kiew<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/news\/27723600.html\">Charkiw,<\/a> als Blumen an den Denkm\u00e4lern f\u00fcr die Soldaten des Zweiten Weltkriegs niedergelegt wurden, zu kleineren Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen pro-ukrainischen Aktivisten und denjenigen, die mit roten sowjetischen Flaggen gekommen waren und das Sankt-Georgs-Band trugen. Das Sankt-Georgs-Band verwenden die pro-russischen Kr\u00e4fte im Osten der Ukraine als ihr Symbol. Es wurde von der russischen Propaganda als Symbol f\u00fcr den Kampf gegen die &#8220;Kiewer Junta&#8221; massiv propagiert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hromadske.tv\/society\/v-donetsku-proveli-parad-iz-zaboronenoyu-tekhnikoy\/\">In den besetzten St\u00e4dten Donezk und Luhansk<\/a> fand zu Ehren des Tags des Siegs eine Parade mit milit\u00e4rischem Ger\u00e4t statt, das gem\u00e4\u00df den Minsker Vereinbarungen verboten ist. \u00c4hnliche Paraden wurden <a href=\"http:\/\/www.hromadske.tv\/society\/na-9-travnya-v-sevastopoli-vlashtuvali-aktsiyi-ta-\/\">auf der Krim abgehalten<\/a>.<\/p>\n<p>Das Ukrainische Institut f\u00fcr nationales Gedenken (UINP) hat gemeinsam mit Partnern \u2013 anl\u00e4sslich des 71. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs zum Gedenken an die Opfer \u2013 mehrere Projekte im Informations- und Bildungsbereich vorbereitet: die Internetseite \u201cDie Ukraine im Zweiten Weltkrieg\u201d, das Frauen-Projekt \u201cKrieg macht keine Ausnahmen\u201d sowie das Buch \u201cKrieg und Mythos\u201d. Die Projekte eint das gemeinsame Ziel, sich von den im sowjetischen historischen Diskurs geschaffenen Mythen und der sowjetischen Heroisierung von Ereignissen im Zweiten Weltkrieg zu l\u00f6sen und \u201cden Menschen ihre Geschichte wiederzugeben\u201d. <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/42802-volodimir-v-yatrovich\">Mehr zum Thema >>><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Korruptionsbek\u00e4mpfung<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine versucht st\u00e4ndig, das Nationale Antikorruptionsb\u00fcro (NABU) zu diskreditieren. <a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/375161\/gpu-pytaetsya-diskreditirovat-antikorruptsionnoe-byuro-sytnik\">Dar\u00fcber berichtete der Chef des NABU, Artem Sytnik.<\/a> \u201eFr\u00fcher war die Zustimmung eines anderen Staatsanwalts notwendig, um einen Staatsanwalt festzunehmen, aber jetzt gibt es ein Organ, das diese Methode au\u00dfer Kraft setzt. Au\u00dferdem haben die Beteiligten von \u00f6ffentlichen Strafverfahren und jene, die dahinter stehen, Zugang zu Medien, weshalb gegen das NABU regelm\u00e4\u00dfig eine diskriminierende Informationskampagne durchgef\u00fchrt wird\u201c, sagte Sytnik. Er merkte auch an, dass die Generalstaatsanwaltschaft unter dem Druck der \u00d6ffentlichkeit damit begann, F\u00e4lle zu \u00fcbergeben, mit denen sich derzeit das NABU besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Umfrage<\/strong><\/span><\/p>\n<p>In der Ukraine wurde die Untersuchung \u201eLandschaft der Diskriminierung: Geschlecht und Gender\u201c durch das Informationszentrum \u201eMaidan Monitoring\u201c und das Untersuchungsb\u00fcro \u201eSociologist\u201c mit Hilfe der Europ\u00e4ischen Kommission durchgef\u00fchrt. Jeder dritte Ukrainer (33 Prozent) meint, dass es bei der \u201eArbeitssuche und im Arbeitsleben\u201c die gr\u00f6\u00dfte Diskriminierung gibt. 44 Prozent meinen, dass Frauen in der Ukraine ohne Grund weniger M\u00f6glichkeiten bei der Arbeit haben als M\u00e4nner. Zwischen 41 und 58 Prozent der Befragten meinen, dass Frauen zu ihrer traditionellen Gesellschaftsrolle zur\u00fcckkehren sollen. Was die Beziehung zu sexuellen Minderheiten angeht, wird eine katastrophale Situation beobachtet: 65 Prozent der Ukrainer meinen, dass Schulen das Recht haben sollen, solche Lehrer zu entlassen, wenn diese homosexuell sind (<a href=\"http:\/\/maidan.org.ua\/2016\/04\/landshaftyi-dyskrymynatsyy-v-ukrayne-hender-y-pol\/\">Untersuchungstext auf Ukrainisch<\/a>).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Reformen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>In der vorigen Woche waren folgende Reformen wichtige Themen: die Reform des Energiesektors, Makrofinanzielle Stabilisierung, Anti-Korruption-Reform, Reform des \u00f6ffentlichen Dienstes. <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/42713-dajdzhest-reform-23-04-29-04\">Hier finden Sie eine Zusammenfassung auf Deutsch zu den genannten Reformthemen (auf Deutsch)<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Wirtschaft<\/strong><\/span><\/p>\n<p>2015 und im ersten Quartal 2016 schlossen auf dem ukrainischen Markt 47 Banken und 104 Nicht-Bankfinanzinstitutionen. Au\u00dferdem erkl\u00e4rten sich 44 Banken als zahlungsunf\u00e4hig. Dies steht im Jahresbericht des Rats \u00fcber die finanzielle Stabilit\u00e4t, der auf der offiziellen Website der <a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/375281\/nbu-pokazal-kak-pochistil-bankovskij-rynok-infografika\">Ukrainischen Nationalbank<\/a> ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>Die Ukrainer verarmten noch st\u00e4rker. Das besagen die Zahlen des <a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/375212\/ukraintsy-bedneyut-vtoroj-god-podryad-kak-izmenilis-dohody-i-traty-v-2015-infografika\">Staatsausschusses f\u00fcr Statistik (Goskomstat)<\/a>, der die Einnahmen- und Ausgabenstruktur der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr 2015 ver\u00f6ffentlichte. Laut diesen Daten gaben die Ukrainer das meiste Geld f\u00fcr den Kauf von Waren und Dienstleistungen aus (89,8 Prozent). Dabei waren die Haupteinnahmequellen f\u00fcr das Familienbudget L\u00f6hne und Geh\u00e4lter (39 Prozent), sowie Sozialhilfe (fast 37,8 Prozent). Die Einnahmen der Ukraine betrugen f\u00fcr 2015 fast 1,744 Billionen Hryvna. Der Staatsausschuss merkte an, dass das Pro-Kopf-Einkommen bei 31.082 Hryvna lag, was um 4.300 Hryvna mehr war als 2014. Anders ausgedr\u00fcckt blieben nominell 15 Prozent mehr im Geldbeutel, doch unter Ber\u00fccksichtigung der Preissteigerung f\u00fcr Lebensmittel und Kommunaltarife waren es um 22,2 Prozent weniger. 2015 lag die Inflation bei \u00fcber 43 Prozent, und 2014 bei 25 Prozent.<\/p>\n<p>2014 und 2015 sank die Anzahl ausl\u00e4ndischer Touristen in der Ukraine gegen\u00fcber 2013 um \u00fcber 90 Prozent. <a href=\"http:\/\/news.finance.ua\/ru\/news\/-\/375340\/gosstat-chislo-turistov-posetivshih-ukrainu-v-2014-i-2015-godah-upalo-na-90\">Laut Daten des Staatlichen Statistikamts (Gosstat)<\/a> besuchten 2015 15.159 ausl\u00e4ndische Touristen die Ukraine, und 2014 waren es 17.070. Zum Vergleich: 2013 kamen \u00fcber 232.000 ausl\u00e4ndische G\u00e4ste in die Ukraine.<\/p>\n<p>Die Ukrainische Nationalbank k\u00fcndigte am 5. Mai an, dass sobald die ukrainische Wirtschaft weitere Anzeichen der Stabilisierung zeigt, sie die Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr ausl\u00e4ndische W\u00e4hrungen erleichtert (<a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/article\/content\/business\/ukraines-central-bank-further-relaxes-currency-controls-413291.html\">Artikel in der KyivPost<\/a>).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Analyse<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Wie Russland in die Ostukraine einmarschiert ist und seine Invasionskr\u00e4fte steuert. Von einem Feld bei Kusminka im Oktober 2013 bis zum Kessel von Illowajsk und dem Einmarsch in das Donezker und Luhansker Gebiet mit regul\u00e4ren Verb\u00e4nden der russischen Streitkr\u00e4fte bis zum Aufbau einer Invasionsstreitmacht im Donbass. Russland leugnet weiter seine eigentliche Rolle und verkauft sich im Prinzip als Vermittler. In Wahrheit kann man Russland mit Hilfe von Google Earth am eigenen PC innerhalb von 15 Minuten als den Aggressor klar identifizieren. <a href=\"https:\/\/ukraine-nachrichten.de\/wie-russland-ostukraine-einmarschiert-seine-invasionskr%C3%A4fte-steuert_4434\">Analyse von Jan Sch\u00f6nfelder, interdisziplin\u00e4rer Ukraine- sowie Mittel- und Osteuropa-Spezialist<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Situation in der Zone der Anti-Terror-Operation In der vergangenen Woche wurden die ukrainischen Streitkr\u00e4fte 63 Mal beschossen. Infolge des Beschusses seitens der prorussischen Milit\u00e4rverb\u00e4nde und durch Sprengfallen wurden zwei ukrainische Soldaten get\u00f6tet und zw\u00f6lf weitere verletzt. Im Vergleich zu den vorigen Wochen verringerte sich die Anzahl der Verst\u00f6\u00dfe gegen die Waffenruhe wesentlich. 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