{"id":54508,"date":"2016-05-30T23:38:58","date_gmt":"2016-05-30T23:38:58","guid":{"rendered":"http:\/\/uacrisis.org\/?p=43602"},"modified":"2016-08-01T16:13:11","modified_gmt":"2016-08-01T13:13:11","slug":"43602-digest-24-bis-30-mai-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uacrisis.org\/de\/43602-digest-24-bis-30-mai-2016","title":{"rendered":"Wochen\u00fcbersicht der ukrainischen Pressenachrichten vom 24. bis 30. Mai 2016"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Die Situation in der Zone der Anti-Terror-Operation<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Laut Angaben des Generalstabs versch\u00e4rft sich die Situation in der Ostukraine. Die prorussischen Milit\u00e4rverb\u00e4nde setzten mehrfach Granatenwerfer und Mehrfachraketenwerfersysteme (<a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/346457.html\">mit einem Kaliber von 152 Millimetern sowie BM-21 \u201cGRAD\u201c<\/a>) ein. In der vergangenen Woche wurden 16 ukrainische Soldaten get\u00f6tet und 39 weitere verletzt. Die ukrainischen Checkpoints wurden 230 Mal von den prorussischen Milit\u00e4rverb\u00e4nden aus den vor\u00fcbergehend besetzten Gebieten Donezk und Luhansk beschossen.<\/p>\n<p>Am h\u00e4ufigsten wurden die ukrainischen Checkpoints im Frontabschnitt bei Donezk (<a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/346565.html\">bei Awdijiwka und Nowoseliwka Druha<\/a>) angegriffen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ukraineunderattack.org\/65836-rosiya-dostavyla-bojovykam-miny-dlya-minometiv-rozvidka.html\">Die ukrainische Milit\u00e4raufkl\u00e4rung<\/a> stellte erneut fest, dass Russland schwere Waffen und Munition in die vor\u00fcbergehend besetzten Gebiete in der Ostukraine liefert. Es wurden acht LKWs mit M\u00f6rsern mit einem Kaliber von 82 und 120 Millimetern gez\u00e4hlt. Diese Waffen wurden nach Jasynuwata und Spartak gebracht (Gebiet Donezk).<\/p>\n<p>Russland schickte einen weiteren sogenannten &#8220;humanit\u00e4ren Konvoi&#8221; (114 LKWs) in die Ostukraine. Die LKWs waren halbleer, teilte der Sprecher des ukrainischen Grenzdienstes, <a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/345841.html\">Oleh Slobodjan, mit<\/a>.<\/p>\n<p>Aktueller Wochenbericht der ukrainischen milit\u00e4rischen Aufkl\u00e4rung: Raketenwerfersysteme wieder an Kontaktlinie, neuer Nachschub aus Russland und Einsatz von neuentwickelten russischen Kampfdrohnen. 28 Raketenwerfersysteme wurden wieder an Kontaktlinie verlegt. <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/43503-rozvidka-4\">Bericht auf Deutsch<\/a><\/p>\n<p><strong>Politische Erkl\u00e4rung: Wann kommt es zur Waffenruhe?<\/strong> Putin sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem griechischen Ministerpr\u00e4sidenten Alexis Tsipras, <a href=\"http:\/\/ria.ru\/world\/20160528\/1440166059.html\">dass in der Ukraine vor der Waffenruhe die Dezentralisierung durchgef\u00fchrt werden und die Ukraine das Gesetz \u00fcber den Sonderstatus des Donbass beschlie\u00dfen muss, sowie die Amnesie f\u00fcr dortige K\u00e4mpfer.<\/a> Der Beschuss im Donbass wird solange nicht enden, solange die ukrainische Verfassung nicht ge\u00e4ndert wurde.<\/p>\n<p>Diese Aussage widerspricht v\u00f6llig den Minsker Vereinbarungen, deren erster Punkt besagt, dass eine vollst\u00e4ndige Waffenruhe umgesetzt werden soll. \u201e<a href=\"http:\/\/www.rnbo.gov.ua\/news\/2498.html\">Putin drohte der Ukraine \u00f6ffentlich mit einer Fortsetzung der milit\u00e4rischen Provokationen<\/a>, solange das Moskauer Szenario einer Zergliederung der Ukraine nicht umgesetzt wurde\u201c, sagte der Sekret\u00e4r des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats in der Ukraine, Olexander Turtschynow. Nach seiner Meinung wird damit gezeigt, dass Moskau nicht bereit ist, das Minsker Friedensabkommen umzusetzen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.segodnya.ua\/politics\/pnews\/poroshenko-prokommentiroval-zayavlenie-putina-o-donbasse-719620.html\">Der ukrainische Pr\u00e4sident Petro Poroschenko reagierte auf die Erkl\u00e4rung von Putin<\/a>: \u201eGestern kommentierte Putin, dass wir eine sogenannte \u201epolitische Regelung\u201c umsetzen sollen, indem Wahlen durchgef\u00fchrt werden. Danach k\u00f6nnen wir uns dann mit der Waffenruhe und Wiederherstellung der Kontrolle (des ukrainisch-russischen Grenzbereichs) besch\u00e4ftigen. Das ist ihr Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Durchf\u00fchrung von Wahlen unter der Kontrolle der bewaffneten Spezialeinheiten von Putin. Der russische Pr\u00e4sident fragt, wie man das Feuer einstellt? Ganz einfach: das Feuer wird von regul\u00e4ren russischen Soldaten und deren S\u00f6ldnern er\u00f6ffnet, die unter dem Kommando von russischen Kommandeuren stehen\u201c, erkl\u00e4rte Poroschenko.<\/p>\n<p>Eine vollst\u00e4ndige Waffenruhe kann man erreichen, wenn die Truppen der Konfliktseiten auseinander gehalten werden, meint der stellvertretende <a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/346366.html\">Leiter der OSZE-Sonderbeobachtermission Alexander Hug<\/a>. Ihm zufolge kann eine solche Initiative von der OSZE ausgehen, aber einigen m\u00fcssten sich beide Konfliktseiten.<\/p>\n<p><strong>Polizeimission der OSZE.<\/strong> Die ukrainischen Beh\u00f6rden diskutieren weiterhin ihre Sicht \u00fcber eine Polizeimission der OSZE. <a href=\"http:\/\/news.liga.net\/news\/politics\/10903867-v_donbasse_nuzhny_tysyachi_politseyskikh_missii_obse_klimkin.htm\">Diese Polizeimission soll im Donbass aus 1.000 Polizisten bestehen<\/a>, erkl\u00e4rte der ukrainische Au\u00dfenminister, Pawlo Klimkin. Die Anzahl h\u00e4ngt vom Mandat, der Ausr\u00fcstung und der Lage der Polizeimission ab. Nach seinen Angaben m\u00f6chte Russland die Mitgliedszahl der Polizeimission so gering wie m\u00f6glich halten. \u201eIch hoffe sehr, dass die SMM-OSZE die Grenze bei vollem Zugang \u00fcberwachen kann, sowie auch jene Stellen, wo Waffen aufbewahrt werden\u201c, erkl\u00e4rte Klimkin.<\/p>\n<p>\u201e<a href=\"http:\/\/interfax.com.ua\/news\/political\/346440.html\">Die Polizeimission der OSZE wird an der Demarkationslinie eingesetzt<\/a> und den Abzug von Waffen in russische Lager \u00fcberwachen, sowie sich st\u00e4ndig an allen Passierstellen aufhalten, um das Eintreffen neuer Einheiten der russischen Armee zu unterbinden, sowie das von Waffen- und Ausr\u00fcstungslieferungen und die R\u00fcckkehr von Soldaten\u201c, erkl\u00e4rte der ukrainische Pr\u00e4sident, Petro Poroschenko. Er betonte, dass die Wahlen im Donbass laut der ukrainischen Gesetzgebung mit internationalen Beobachtern m\u00f6glich sind, sowie unter Teilnahme von ukrainischen Parteien, wenn die Sicherheit w\u00e4hrend des Wahlvorgangs vollst\u00e4ndig garantiert ist und wenn ukrainische Medien Zugang haben.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Menschenrechte<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Das Oberste Gericht von Tschetschenien verurteilte die Ukrainer Mykola Karpjuk und Stanislaw Klych zu 22,5 und 20 Jahren Haft. <a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/346074.html\">Das teilte der Anwalt Illja Nowikow mit<\/a>. Der russische Staat beschuldigt beide Ukrainer, als Mitglieder der in Russland als extremistisch eingestuften Organisation \u201cUkrainische Nationalversammlung \u2013 Ukrainische Volks-Selbstverteidigung\u201d (UNA-UNSO) Ende 1994 und Anfang 1995 an Kampfhandlungen der Streitkr\u00e4fte der selbsternannten Tschetschenischen Republik Itschkeria gegen die russischen F\u00f6deralen Streitkr\u00e4fte teilgenommen zu haben (<a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/43290-deutsch-prozess-gegen-ukrainische-gefangene-in-russland-folter-und-willkur\">Artikel \u00fcber den Fall auf Deutsch<\/a>). <a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/346174.html\">Die Anw\u00e4lte der Ukrainer wollen<\/a> Beschwerde vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte einlegen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/346163.html\">Der ukrainische Au\u00dfenminister Pawlo Klimkin<\/a> hofft, dass mit Russland bald eine Einigung \u00fcber die Freilassung der beiden ukrainischen politischen H\u00e4ftlinge Jurij Soloschenko und Hennadij Afanasjew erzielt wird. Beide haben ernste Gesundheitsprobleme.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/346010.html\">Der ukrainische Justizminister Pawlo Petrenko<\/a> schlie\u00dft nicht aus, dass die Ukraine eine weitere Klage gegen Russland vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte (EGMR) einreichen wird. Der EGMR hat beschlossen, die F\u00e4lle von Menschenrechtsverletzungen auf der Krim und im Donbass getrennt zu behandeln. Eine Klage vor dem EGMR betrifft das gesetzwidrige Vorgehen gegen den Medschlis der Krimtataren, der vor kurzem auf der vor\u00fcbergehend besetzten Halbinsel Krim verboten wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/345913.html\">Eine Delegation des UN-Unterausschuss zur Verh\u00fctung von Folter<\/a> (Subcommittee on Prevention of Torture, SPT) hat ihren Besuch in der Ukraine abgebrochen. Ihr war der Zugang zu Orten in verschiedenen Bezirken des Landes verweigert worden. Die Delegation hat den Verdacht, dass Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) dort Menschen der Freiheit berauben, berichtet die Webseite &#8220;Informationszentrum f\u00fcr Menschenrechte&#8221;. Der Delegationsleiter Malcolm Evans erkl\u00e4rte: &#8220;Die Verweigerung des Zugangs stellt eine Verletzung der Verpflichtungen der Ukraine als Unterzeichnerstaat des Fakultativprotokolls zum \u00dcbereinkommen gegen Folter dar.&#8221; Jurij Tandyt, Berater des SBU-Leiters, sagte, er habe kein Recht, zur Erkl\u00e4rung der UN-Vertreter Stellung zu nehmen. Er betonte, der SBU habe den UN-Vertretern Zugang zu den Orten erm\u00f6glicht, wo dies laut Gesetz m\u00f6glich sei. Die UN-Vertreter h\u00e4tten Zugang zu mehr als 600 Menschen bekommen, die der Verbrechen gegen die Integrit\u00e4t der Ukraine verd\u00e4chtigt seien.<\/p>\n<p>Nach 709 Tagen Gef\u00e4ngnis ist am 25. Mai Nadija Sawtschenko nach Hause zur\u00fcckgekehrt. Im Kiewer Flughafen hat sie sich <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/43444-savchenko-4\">in einer emotionalen Rede an die Journalisten gewandt<\/a> (Rede auf Deutsch). Sp\u00e4ter fand eine gemeinsame Pressekonferenz mit Pr\u00e4sident Petro Poroschenko statt. Was bedeutet dieses in der Ukraine so lang erwartete Ereignis? Zu welchen Ver\u00e4nderungen kann es in der Ukraine, in Russland und in der internationalen Arena f\u00fchren? <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/43454-savchenko-5\">Eine Analyse des Ukraine Crisis Media Center.<\/a><\/p>\n<p><strong>Sawtschenko \u00fcber ihre Zukunft, \u00fcber Minsk, Tymoschenko und Ambitionen f\u00fcr das Pr\u00e4sidentenamt: F\u00fcnf Thesen von der ersten Pressekonferenz am 27. Mai 2016<\/strong><\/p>\n<p>Nadija Sawtschenko hat ihre erste Pressekonferenz gegeben (abgesehen von ihrem Treffen mit Journalisten im Kiewer Flughafen und einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Pr\u00e4sident Poroschenko). Die Journalisten konnten jede Frage stellen, die sie wollten. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wX9xg95Uob0\">Volle Pressekonferenz<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcber Ambitionen auf das Pr\u00e4sidentenamt.<\/strong> &#8220;Ukrainer! Wenn Ihr mich als Pr\u00e4sidenten braucht, dann werde ich Pr\u00e4sident sein.&#8221; &#8220;Ich liebe meinen Job sehr, ich mag fliegen. Ja, ich w\u00fcrde gerne fliegen. Aber ich werde f\u00fcr die Ukraine da sein, und dort sein, wo ich n\u00fctzlich sein werde.&#8221;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber Tymoschenko und die Partei &#8220;Vaterland &#8221; sowie die Arbeit im Parlament.<\/strong> &#8220;Ich danke der Vaterlands-Partei, dass sie mich auf ihre Liste gesetzt hat, als ich im Gef\u00e4ngnis sa\u00df. Es w\u00e4re gut, wenn auch andere Parteien wenigstens einen politischen Gefangenen auf ihre Liste setzen w\u00fcrden. So k\u00f6nnten wir zeigen, dass die Menschen, die in Russland in Gef\u00e4ngnissen sitzen, in der Ukraine Helden sind&#8221;.<\/p>\n<p>&#8220;Ich kenne zwei Strukturen von innen: die Armee und das Gef\u00e4ngnis. Als erstes will ich einen Ausschuss oder einen speziellen Kontrollausschuss schaffen. Ich werde mich im Ausschuss f\u00fcr die Armee bet\u00e4tigen, mit Fragen der Logistik. Ich wei\u00df, wie es an der Front aussieht. Ich kenne die ganze Korruption in der Armee. Es wird einen entsprechenden Ausschuss geben.&#8221;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die Minsker Vereinbarungen und Wahlen im Donbass.<\/strong> &#8220;Ich kann nicht sagen, dass ich sie (die Minsker Vereinbarungen) f\u00fcr effektiv genug halte. Gut, dass sie Flammen gel\u00f6scht haben, die zu jener Zeit allen sehr weh taten. Man begann weniger zu schie\u00dfen. Das ist \u2018Minsk\u2019 zu verdanken. Aber ich danke auch jenen, die sich erst Gedanken zu machen begannen, bevor auf einen Ausl\u00f6ser zu dr\u00fccken.&#8221;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den Krieg.<\/strong> &#8220;Egal wie Politiker den Krieg bezeichnen, sein Wesen \u00e4ndert sich dadurch nicht. Das ist ein russisch-ukrainischer Krieg. Das ist kein B\u00fcrgerkrieg. Der Feind ist Russland. Es gibt Gegner und das sind diejenigen, die von Russland verdummt und betrogen werden. Man nennt sie Separatisten oder Volksmilizen.&#8221;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber das &#8220;Sawtschenko-Gesetz&#8221;<\/strong>. Aus dem Gef\u00e4ngnis heraus hat Sawtschenko ein Gesetz initiiert, dem zufolge ein Tag in Untersuchungshaft bei der eigentlichen Haftstrafe doppelt angerechnet wird. Nach diesem Gesetz konnten viele Menschen ukrainische Gef\u00e4ngnisse vorzeit verlassen. &#8220;Eine Aufhebung des Gesetzes werde ich nicht initiieren, denn es ist richtig.&#8221; &#8220;Diejenigen, f\u00fcr die Gef\u00e4ngnisse ein Zuhause sind, werden dorthin zur\u00fcckkehren. Aber wenn wir Menschen dort zu lange halten, werden Gef\u00e4ngnisse uns aus normalen Menschen noch viel mehr Verbrecher machen.&#8221;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Umfrage<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Laut einer aktuellen <a href=\"http:\/\/www.dif.org.ua\/ua\/publications\/press-relizy\/fnvkjwolgvjrogj.htm\">Umfrage der Ilko-Kutscheriw-Forschungsstiftung &#8220;Demokratische Initiativen&#8221;<\/a> bewertet die Mehrheit der ukrainischen Bev\u00f6lkerung (61 Prozent) die politische Situation in der Ukraine als angespannt und 30 Prozent als bedrohlich. Als ruhig wird die Situation von vier Prozent und von nur 0,4 Prozent als sicher gesehen. Jedoch ist im Vergleich zum Juli 2015 der Wert derjenigen, die die Situation als bedrohlich empfinden, um sieben Prozent zur\u00fcckgegangen, daf\u00fcr ist aber der Wert derjenigen, die die Situation als angespannt empfinden, um sieben Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Gef\u00fchle der Menschen, wenn sie an die Zukunft der Ukraine denken, waren im Mai 2016 Hoffnung (35 Prozent) und Angst (39 Prozent), wobei die Angst in allen Regionen des Landes \u00fcberwiegt. Im Vergleich zum Dezember 2015 hat sich bei den Menschen das Gef\u00fchl der Ratlosigkeit leicht von 18 auf 21 Prozent, die Angst von 15 auf 20 Prozent und der Pessimismus von neun auf 15 Prozent verst\u00e4rkt. Der Optimismus hat von 19,5 auf 15,5 Prozent nachgelassen.<\/p>\n<p>Im Mai 2016 hielten 36 Prozent der Menschen es f\u00fcr m\u00f6glich, dass es in ihrer Stadt oder in ihrem Dorf in n\u00e4chster Zeit zu Massenprotesten kommt. Acht Prozent sind sich dessen sicher und 28 Prozent halten dies f\u00fcr wahrscheinlich. Hingegen halten 35 Prozent Massenproteste f\u00fcr unwahrscheinlich und 18 Prozent glauben, dass es in naher Zukunft zu keinen Protesten kommt. Im Juli 2015 hatten weniger Menschen mit Protesten gerechnet (26,5 Prozent).<\/p>\n<p>Das Vertrauen in die Institutionen der Staatsmacht ist weiterhin sehr gering. Auch schwindet weiterhin das Vertrauen in den Pr\u00e4sidenten: 40,4 Prozent misstrauen ihm g\u00e4nzlich und 29,7 Prozent misstrauen ihm meist. 18,5 Prozent vertrauen ihm meist und nur vier Prozent vertrauen ihm voll und ganz. 7,3 Prozent sind unentschieden. Hingegen hat das Vertrauen in den Obersten Rat, das Parlament der Ukraine, in den letzten sechs Monaten um zehn Prozent zugenommen (im Dezember 2015 misstrauten dem Parlament 75 Prozent und im Mai 2016 65 Prozent). Am meisten vertrauen die Menschen den ukrainischen Streitkr\u00e4ften (55,4 Prozent), der Nationalgarde (52,6 Prozent), der Kirche (59,8 Prozent) und Vertretern der landesweiten Freiwilligen-Bewegung (55,6 Prozent).<\/p>\n<p>60 Prozent der ukrainischen Bev\u00f6lkerung sehen die Ernennung von Jurij Luzenko, des ehemaligen Fraktionsf\u00fchrers der Partei &#8220;Block Petro Poroschenko<a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/345944.html\">&#8220;, zum neuen Generalstaatsanwalt des Landes negativ<\/a>. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts f\u00fcr Soziologie. 20,3 Prozent sehen die Ernennung positiv.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Untersuchung der Korruptionsschemen<\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ua.interfax.com.ua\/news\/general\/346421.html\">Der ehemalige stellvertretende Chef des ukrainischen Sicherheitsdiensts<\/a>, Viktor Trepak, erkl\u00e4rte, dass die Dokumente \u00fcber \u201eSchwarzkonten\u201c der Partei der Regionen an das Nationale Antikorruptionsb\u00fcro der Ukraine (NABU) \u00fcbergeben wurden. Die Dokumente enthalten Nachweise \u00fcber illegale Barzahlungen in H\u00f6he von zirka zwei Milliarden US-Dollar. Die Rechtsschutzorgane erhielten eine Best\u00e4tigung \u00fcber die systematische Korruptionst\u00e4tigkeit, die organisierten Charakter hat und auf Basis der bekannten politischen Partei ausge\u00fcbt wurde. Diese T\u00e4tigkeit hatte zum Ziel, Beh\u00f6rden illegal zu unterwandern. <a href=\"http:\/\/www.radiosvoboda.org\/content\/news\/27762681.html\">Unter den Personen, die in den Materialien auftauchen<\/a>, sind ranghohe Amtspersonen, Minister und Amtsleiter, bekannte Parlamentsabgeordnete und Personen des \u00f6ffentlichen Lebens, sowie Vertreter von internationalen Organisationen, Richter, einschlie\u00dflich der h\u00f6chsten Gerichtsinstanzen. Empf\u00e4nger von Schmiergeldern waren Vertreter mehrerer politischer Regierungs- und Oppositionsparteien. Der Direktor des NABU, Artem Sytnik best\u00e4tigte, dass dem B\u00fcro diese Dokumente \u00fcbergeben wurden.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Medien im Osten der Ukraine<\/strong><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/map.donbasthinktank.org\/\">Eine neue Landkarte des Gebiets Donezk zeigt<\/a>, welche Medien in der Region verbreitet sind. So zeigt sie, wo Sendemasten stehen, \u00fcber die Programme f\u00fcr die von der ukrainischen Regierung nicht kontrollierten Gebiete ausgestrahlt werden: Das sind 14 ukrainische landesweite, 14 lokale und vier regionale Kan\u00e4le sowie 23 russische TV-Sender. Die Karte enth\u00e4lt zudem eine Liste von 43 ukrainischen Printmedien, die in den von Kiew kontrollierten Gebieten verbreitetet werden, sowie eine Liste von 15 lokalen Zeitungen, die in den Gebieten verbreitet werden, die nicht von Kiew kontrolliert werden. Auch gibt es eine Liste mit 50 lokalen Webseiten, deren Inhalte pro-ukrainisch sind, und eine Liste mit 56 Nachrichtenportalen, deren Inhalte anti-ukrainisch sind. Ferner gibt es eine Liste von 36 pro-ukrainischen Gruppen, die in den sozialen Netzwerken Facebook, &#8220;Odnoklasniki&#8221; und &#8220;VKontakte&#8221; bestehen, sowie eine Liste mit 82 Gruppen bei &#8220;Odnoklasniki&#8221; und &#8220;VKontakte &#8220;mit anti-ukrainischen Inhalten.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Nachfolgend eine Auswahl an englischspachigen Interviews, Analysen und Videos zur Situation in der Ukraine<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Video<\/strong><\/p>\n<p>Nadija Sawtschenko ist in die Ukraine zur\u00fcckgekehrt. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=q8pbSSu_aj0&#038;index=3&#038;list=PLPnX89fQLdsnTsiDOpYtxvMJZobCjqBC-\">Video von Hromadske<\/a> aus dem Flughafen Boryspil.<\/p>\n<p>Die Pressekonferenz von Nadija Sawtschenko im Pr\u00e4sidialamt. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9pu_9UOK0nM&#038;index=1&#038;list=PLPnX89fQLdsnTsiDOpYtxvMJZobCjqBC-\">Video von Hromadske<\/a> mit englischen Untertiteln.<\/p>\n<p><strong>Reportage<\/strong><\/p>\n<p>Nach 709 Tagen wurde Nadija Sawtschenko aus der Gefangenschaft freigelassen. <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/opinion\/after-708-days-in-captivity-ukrainian-pilot-is-back-in-ukraine-661242.html\">Reportage von Ukraine Today<\/a>.<\/p>\n<p>Ein Soldat mit amputiertem Bein k\u00e4mpft weiter an der Frontlinie. <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/society\/soldier-s-return-to-the-frontline-in-eastern-ukraine-660485.html\">Reportage von Ukraine Today<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/article\/content\/ukraine-politics\/ex-official-says-he-filed-documents-on-party-of-regions-2-billion-graft-scheme-414895.html\">\u201dDas Nationale Anti-Korruptions-B\u00fcro hat Belege \u00fcber Schmiergelder des Janukowytsch-Regimes in H\u00f6he von zwei Milliarden US-Dollar erhalten\u201d<\/a>. Reportage von KyivPost.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/crime\/chechen-court-sentences-ukrainians-karpyuk-and-klykh-to-20-and-22-years-in-jail-661867.html\">\u201dEin tschetschenisches Gericht hat die Ukrainer Karpjuk und Klich zu jeweils 22 und 20 Jahren Haft verurteilt\u201d<\/a>. Bericht von Ukraine Today.<\/p>\n<p>Ein politischer Fl\u00fcchtling aus Russland st\u00f6\u00dft auf Ablehnung seitens der ukrainischen Staatsmacht. <a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/article\/content\/ukraine-politics\/russian-ukrainian-authorities-unite-to-prosecute-dissident-414754.html\">Reportage von KyivPost<\/a>.<\/p>\n<p>Wie Gefangene in Tschetschenien gefoltert werden. <a href=\"http:\/\/uatoday.tv\/opinion\/ukrainians-need-to-know-about-tortures-prisoners-go-through-in-chechnya-659846.html\">Musa Lomajew, ehemaliger H\u00e4ftling<\/a>, berichtet bei Ukraine Today, welche Folterungen er in Tschetschenien \u00fcberlebt hat.<\/p>\n<p>Russlands Krieg gegen die Ukraine haucht der NATO neues Leben ein. <a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/article\/opinion\/op-ed\/russias-war-against-ukraine-helps-revive-nato-alliance-414747.html\">Kommentar des Chefredakteurs von KyivPost<\/a>.<\/p>\n<p>Was bedeutet die Freilassung von Nadija Sawtschenko f\u00fcr die politische Elite in der Ukraine? <a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/article\/opinion\/op-ed\/mychailo-wynnyckyj-savchenko-and-the-coming-autumn-414901.html\">Artikel von KyivPost<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Interview<\/strong><\/p>\n<p>Welche Strategie hat Russland f\u00fcr die Krim? Interview von Hromadske International mit dem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wOwAkxlhHbc&#038;list=PLPnX89fQLdsnTsiDOpYtxvMJZobCjqBC-&#038;index=6\">Menschenrechtler Maksym Butkewytsch<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Analyse<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cyborgs.uatoday.tv\/\">Cyborgs versus Kreml<\/a>. Analyse zum zweiten Jahrestag des Beginns der Kampfhandlungen um den Donezker Flughafen.<\/p>\n<p>Der Druck auf die ukrainischen Unternehmen l\u00e4sst nach. <a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/article\/content\/business\/business-ombudsmen-violations-of-businesses-rights-less-blatant-414487.html\">Kommentar des Business-Ombudsmanns bei KyivPost.<\/a><\/p>\n<p>Werden die Minsker Vereinbarungen umgesetzt? Viele Ukrainer sind immer noch in Russland in Gefangenschaft. <a href=\"http:\/\/khpg.org\/en\/index.php?id=1464184618\">Analyse der Charkiwer Menschenrechts-Gruppe<\/a>.<\/p>\n<p>Am 3. Juni beginnt das Kunst-Festival \u201cMeridian Odessa\u201d. \u201cIm Laufe der drei Sommermonate werden literarische Lesungen gehalten, aber auch Auff\u00fchrungen und Konzerte stattfinden\u201d, sagte Swjatoslaw Pomeranzew, Leiter der veranstaltenden Literatur-Gesellschaft, <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/43236-zhadan_1\">bei einem Briefing im Ukraine Crisis Media Center<\/a>. So werden w\u00e4hrend des \u201cKunst-Sommers\u201d in Odessa die bekannten ukrainischen K\u00fcnstler und Schriftsteller Ihor Pomeranzew, Jurij Isdryk, Iryna Zilyk, Oleksandr Rojtburd, Ljudmyla und Boris Chersonskyj, Jurij Andruchowytsch, Ada Rohowzewa, Oksana Sabuschko, Kateryna Babkina, Dmytro Lasutkin, Serhij Schadan, Andrij Ljubka und Irena Karpa auftreten.<\/p>\n<p>Populismus, Betrug und Spiele mit den Emotionen der Menschen sind heute die gr\u00f6\u00dften Gefahren f\u00fcr die Ukraine. Die Macher von Factcheck.com.ua erl\u00e4utern, wie sie ihnen nun begegnen wollen. Im <a href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/43303-factcheck\">Ukraine Crisis Media Center ist die Internetplattform Factcheck.com.ua vorgestellt worden<\/a>. Ihr Ziel ist, politische Manipulationen sowie die Verf\u00e4lschung von Tatsachen und Informationen zu bek\u00e4mpften. So sollen \u00f6ffentliche \u00c4u\u00dferungen von Politikern dahingehend analysiert werden, inwiefern sie der Wirklichkeit entsprechen. Ziel ist es ferner, das Verst\u00e4ndnis von Informationen innerhalb der Bev\u00f6lkerung sowie die politische Kultur zu verbessern, aber auch Populismus auszumerzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Situation in der Zone der Anti-Terror-Operation Laut Angaben des Generalstabs versch\u00e4rft sich die Situation in der Ostukraine. Die prorussischen Milit\u00e4rverb\u00e4nde setzten mehrfach Granatenwerfer und Mehrfachraketenwerfersysteme (mit einem Kaliber von 152 Millimetern sowie BM-21 \u201cGRAD\u201c) ein. In der vergangenen Woche wurden 16 ukrainische Soldaten get\u00f6tet und 39 weitere verletzt. Die ukrainischen Checkpoints wurden 230 Mal [&hellip;] <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/uacrisis.org\/de\/43602-digest-24-bis-30-mai-2016\">Mehr<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":20,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5902,5875],"tags":[],"section":[745],"form":[31948],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v17.4 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Wochen\u00fcbersicht der ukrainischen Pressenachrichten vom 24. bis 30. Mai 2016 | UACRISIS.ORG<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Die Situation in der Zone der Anti-Terror-Operation Laut Angaben des Generalstabs versch\u00e4rft sich die Situation in der Ostukraine. 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