1566.-1570. Kriegstag: Angriffe auf russische Ölindustrie und Nachschublinien, Isolation der Krim

Die Woche war geprägt von anhaltenden Kampfhandlungen und zunehmend schmerzhaften Angriffen der Ukraine gegen Russland, die sich gegen militärische Einrichtungen, Ölraffinerien und die Logistik der russischen Armee in den besetzten Gebieten richteten.

Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass die ukrainischen Streitkräfte im Mai laut Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj fast 100 Quadratkilometer mehr befreit als verloren hatten. Später berichtete das amerikanische Institute for the Study of War (ISW), dass die Russen nach erfolgreichen ukrainischen Angriffen auf die Logistik wahrscheinlich Truppen von der Kinburn-Nehrung abziehen.

Die Serie ukrainischer Angriffe auf die russische Ölindustrie nimmt an Dynamik zu. Anfang der Woche bestätigte der Generalstab die Zerstörung des Öldepots Gruschowa und der Ölraffinerie Krasnyj Jar in Russland. Später griffen Drohnen des ukrainischen Geheimdienstes SBU zwei russische Ölpumpstationen 700 Kilometer von der Ukraine entfernt an. Ende der Woche wurde bekannt, dass Drohnen die Afipskij-Ölraffinerie in Russland attackiert hatten, wodurch ein Großbrand ausbrach.

Auch militärische Einrichtungen in der Russischen Föderation werden angegriffen. Diese Woche erfolgte der zweite Flamingo-Angriff auf das für Russland wichtige Werk in Tscheboksary, wie Defense Express berichtet.

Zudem nehmen ukrainische Angriffe auf russische Nachschublinien in den besetzten Gebieten im Süden der Ukraine immer mehr zu. Anfang der Woche griffen ukrainische Drohnen zum zweiten Mal die Brücke in Tschonhar an, die die Region Cherson mit der Krim verbindet. Die Russen werden zunehmend von der Krim abgeschnitten. Die russischen Besatzer beklagen die Beschädigung von vier Brücken und dass Treibstofftransporter Sewastopol nicht erreicht hätten. Im Raum Mariupol gelang es den Ukrainern, die Nachschublinien des Gegners rund um die Uhr unter Feuerkontrolle zu stellen.

Ukrainischer Drohnen-Kommandeur rechnet mit vollständiger logistischer Isolation der Krim.

Die Streitkräfte der Ukraine, die für Drohnen zuständig sind, bereiten eine groß angelegte Kampagne vor, um die vorübergehend besetzte Krim mithilfe massiver Angriffe logistisch vollständig von Russland zu isolieren. Das erklärte der zuständige Kommandeur Robert “Magyar” Brovdi in einem Exklusivinterview mit Reuters. Laut Brovdi haben intensive Angriffe ukrainischer Drohnen die Besatzungsbehörden bereits gezwungen, Treibstoffbeschränkungen auf der Halbinsel einzuführen. Der nächste Schritt werde die Blockierung wichtiger Autobahnen sein.