1573.-1577. Kriegstag: Schwere Angriffe auf Kyjiw und Moskau, EU-Beitrittsverhandlungen mit Ukraine

Die Woche war geprägt von heftigen russischen Angriffen auf zivile Objekte, insbesondere auf Kulturdenkmäler in der Hauptstadt Kyjiw und anderen Städten, sowie von einer ukrainischen Antwort und massiven Angriffen auf Ölraffinerien auf dem Gebiet der Russischen Föderation sowie auf Logistik-Routen im besetzten Gebiet.

Zu Beginn der Woche feuerten die Russen über 60 Raketen auf Kyjiw ab. Fünf Menschen starben. Das bekannte UNESCO-Weltkulturerbe Kyjiwer Höhlenkloster, das Kunstzentrum Mystezkyj-Arsenal, das Dowschenko-Filmstudio und der Petriwka-Markt wurden getroffen. Charkiw erlebte über fünfzig russische Angriffe, 48 Menschen wurden verletzt und das Kunstmuseum beschädigt. Am Ende der Woche setzten die Russen sieben Iskander-Raketen und 239 Drohnen gegen die Ukraine ein. Vier Raketen und 212 Drohnen wurden neutralisiert, Poltawa und Kyjiw wurden erneut angegriffen. In Poltawa kam es zu Stromausfällen.

Gleichzeitig griff die Ukraine in dieser Woche zweimal die größte Ölraffinerie Moskaus an. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Angriffe als angemessene Reaktion auf die Angriffe der Russischen Föderation. Am Ende der Woche war der Angriff auf Moskau und die Raffinerie der schwerste auf Moskau während des Krieges. Zudem gab der ukrainische Generalstab die Zerstörung der Eisenbahnbrücke über den Nordkrimkanal bekannt.

Auf diplomatischer Ebene stand die Woche im Zeichen des G7-Gipfels, bei die Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Donald Trump und Emanuelle Macron am Rande des Treffens zu einem Gespräch zusammenkamen. Der Gipfel mündete in Zusagen, den Druck auf Russland zu erhöhen und die ukrainische Luftverteidigung zu stärken.

Die EU hat diese Woche offiziell die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine aufgenommen.

Ramstein-Treffen: Die Ukraine erhält Unterstützung durch Langstrecken-Artillerie, Marschflugkörper und Drohnen.

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow erklärte, dass die Verbündeten bei einem Treffen der Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine im Ramstein-Format neue Hilfspakete angekündigt hätten. “Heute wurde auch ein Hilfspaket für Langstrecken-Artillerie angekündigt, mit einer Reichweite von über 30 Kilometern”, so der Minister. Laut Fedorow würden die Ergebnisse des Treffens noch ausgewertet, es sei aber bereits bekannt, dass die Ukraine Unterstützung in Höhe von rund einer halben Milliarde Dollar erhalten werde. “Und heute gab es auch Ankündigungen bezüglich der Unterstützung ukrainischer Drohnen und Raketen. Allein die Niederlande kündigten heute Hilfe für Raketen, genauer gesagt für Marschflugkörper, in Höhe von etwa 700 Marschflugkörpern an. Wir werden alle Ergebnisse in wenigen Stunden kennen, denn heute gab es wirklich eine Vielzahl unterschiedlicher Ankündigungen, aber wir sehen bereits, dass es sich um ungefähr 4 Milliarden Dollar handelt”, so der Minister.