Um die Stromverbindung zur Krim zu reparieren und wiederherzustellen, sind zirka 4 Tage notwendig

Um die Stromverbindung zur Krim zu reparieren und wiederherzustellen, sind zirka 4 Tage notwendig
22. November 2015.

Kiew, 22. November 2015 – Mit Stand vom Sonntag, den 22. November, wurden alle vier Stromverbindungen, die die Stromversorgung auf der Halbinsel und teilweise in den Gebieten von Cherson und Mykolajiw gewährleisten, komplett abgeschalten.

„Gestern, am 21. November, wurden um 23:20 Uhr die zwei Stromverbindungen Kachowska-Ostrowska und Kachowka-Dschankoj, aufgrund von Beschädigungen und dem Umsturz von Strommasten, gleichzeitig abgeschalten. […] Für die Reparatur- und Wiederherstellungsarbeiten sind zirka 4 Tage notwendig“, erklärte der stellvertretende Generaldirektor von „Ukrenergo“, Jurij Kasytsch, während einer Pressekonferenz im Ukrainischen Crisis Media Center.

Gerade sind bei den umgestürzten Strommasten 6 Reparaturbrigaden vor Ort, sowie die benötigte Technik und die Führungskräfte des Energiesystems von Dniprowsk und Juschnij.

Jurij Kasitsch erinnerte daran, dass die 330 KW-Stromversorgung Melitopol-Dschankoj und Kachowka-Titan zwischen dem Energiesystem von Dniprowsk und der Krim bereits am Freitag, den 20. November, um 4:28 Uhr abgeschaltet wurden. Außerdem wurde beim Versuch, einen Kurzschluss der 330 KW-Stromversorgung Kachowka-Dschankoj zu beseitigen, der Druckgasschalter bei der Unterstation „Kachowska“ beschädigt.

„All diese Ereignisse führten zusätzlich zu der Notwendigkeit, zwei Blöcke der Wärmekraftwerke Prydniprowsk und Wuhlehirsk vom Netz zu nehmen, sowie die ukrainischen Atomkraftwerke Saporischschja und Juschno-Ukrainska entsprechend um 500 MW zu entlasten“, sagte Jurij Kasitsch und ergänzte, dass solche Entlastungen für Atomkraftwerke sehr gefährlich seien.

Die Stromversorgung in zwei Bezirken im Gebiet von Cherson, die über die Unterstation „Titan“ gewährleistet wurde, wird derzeit im Reservebetrieb umgesetzt.

Nach Angaben von Jurij Kasitsch ist eine sichere Stromversorgung der Gebiete von Cherson und Mykolajiw derzeit gefährdet, einschließlich der Gebietszentren, da „die Stromverbindung der Unterstation „Kachowska“ durch die Abschaltung einer 220 KW und zwei 330 KW oberirdischen Stromleitungen derzeit äußerst instabil funktioniert“.

„Bei der Abschaltung eines weiteren Elements an der Unterstation „Kachowska“ ist eine gestaffelte Störung des Energiesystems möglich, bei dem es zu sehr großen Unannehmlichkeiten für das Gebiet von Cherson kommen kann – zirka 50 Prozent des Gebiets werden ohne Strom sein“, ergänzte Jurij Kasytsch und sagte weiter: „Das vereinte Energiesystem der Ukraine ist so aufgebaut, dass es unmöglich ist, einzelne Gebiete, Regionen oder Ortschaften auszuwählen. Die Beschädigung einer Stromverbindung in irgendeiner Region der Ukraine kann zu einer instabilen Stromversorgung in allen anderen Landesteilen führen.“

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