Menu

1300.-1304. Kriegstag: Kämpfe und Angriffe, Benzinmangel in Russland, Gegenoffensive der Ukraine

Die Woche war geprägt von anhaltenden Kämpfen an der Kontaktlinie sowie russischen Angriffen auf das Hinterland – vor allem im Osten und Süden des Landes.

Zivilisten sind weiterhin Opfer von Angriffen. Anfang der Woche kam es zu einem massiven Beschuss von Saporischschja: Eine Person wurde getötet, 13 wurden verletzt, darunter zwei Kinder. Später wurde in Cherson ein Fahrzeug des Roten Kreuzes von einer russischen Drohne getroffen, wobei zwei Mitarbeiter verletzt wurden.

Ukrainische Spezialeinheiten führen weiterhin Fernangriffe auf russisches Territorium durch, insbesondere im Energiesektor. Diese Woche bestätigte Kyjiw die Zerstörung der Wolgograder Raffinerie in Russland – die Anlage ist außer Betrieb. Der Benzinmangel in Russland hat zugenommen – die Preise sind auf Rekordhöhen gestiegen.

Russland fordert unterdessen weiterhin die Kapitulation der Ukraine, nicht Verhandlungen, so das ISW. 75 Prozent der Ukrainer lehnen den von Russland vorgeschlagenen “Friedensplan” zur Beendigung des Krieges kategorisch ab.

Polen reagiert auch weiterhin auf die russische Bedrohung. Warschau forderte die Verbündeten auf, das Abfangen russischer Drohnen und Raketen über der Ukraine in Erwägung zu ziehen. Polen startete außerdem die groß angelegte Militärübung “Iron Gate” mit Abrams-Panzern sowie F-35- und F-16-Kampfflugzeugen.

Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, kündigte die Eröffnung einer ständigen Vertretung des Europäischen Parlaments in Kyjiw an.

Gegenoffensive der ukrainischen Streitkräfte in der Region Donezk.

Das ukrainische Militär führt eine Gegenoffensive in der Region Donezk durch, insbesondere in den Bezirken Pokrowsk und Dobropillja. Dies gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Besuch in der Region Donezk bekannt. Ihm zufolge gelang es den ukrainischen Streitkräften während der erbitterten Kämpfe, dem Feind erhebliche Verluste zuzufügen. Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, berichtete über die ersten Ergebnisse der Operation. Im Laufe der Operation befreiten die Soldaten 160 Quadratkilometer Territorium und noch mehr als 170 Quadratkilometer sind jetzt frei von Besatzern.