Auto des Roten Kreuzes in Cherson von russischer Drohne getroffen
In Cherson wurde bei einem russischen Drohnenangriff ein Auto des Roten Kreuzes der Ukraine schwer beschädigt und zwei Mitarbeiter verletzt. Dies geht aus einer Facebook-Nachricht der Organisation vom 16. September hervor. Das Auto wurde am 15. September gegen 17:30 Uhr vom Feind angegriffen. Das Fahrzeug war deutlich mit dem Symbol des Roten Kreuzes gekennzeichnet. Im Auto befanden sich zwei Mitarbeiter der Chersoner Regionalorganisation des Roten Kreuzes, die von einer Informationsveranstaltung zur Minengefahr zurückkehrten. Trotz der Schäden gelangte das Auto bis zum nächsten Krankenhaus, wo die Verletzten behandelt wurden. “Wir verurteilen den Beschuss von Fahrzeugen, die mit dem Emblem humanitärer Helfer des Roten Kreuzes gekennzeichnet sind, aufs Schärfste. Solche Aktionen stellen einen direkten Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar”, heißt es in der Erklärung.
Europäisches Parlament eröffnet ständige Vertretung in Kyjiw
“Ich bin diese Woche hier, um unsere Zusammenarbeit weiter zu stärken. Wir eröffnen eine ständige Vertretung des Europäischen Parlaments in Kyjiw, damit wir in der Ukraine präsent sind und jeden Tag an Ihrer Seite arbeiten. Das war unsere Verpflichtung Ihnen gegenüber, und wir erfüllen sie”, sagte EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola während einer Rede im ukrainischen Parlament am 17. September.
Metsola betonte, dass die Europäische Union in Kürze das 19. Sanktionspaket gegen den Aggressor Russland verabschieden werde. Ihrer Ansicht nach wird die EU weiterhin russisches Öl und Gas ablehnen und gegen die Schattenflotte der Russischen Föderation vorgehen. Sie betonte außerdem, dass das Europäische Parlament “in jeder Phase” an der Seite Kyjiws bleiben werde, bis die Ukraine “ihren rechtmäßigen Platz in unserer europäischen Familie einnimmt”. Darüber hinaus wies Metsola darauf hin, dass der nächste Schritt für die Ukraine auf dem Weg zur EU die Eröffnung eines Clusters für Verhandlungen sein werde.
In Polen beginnen groß angelegte Militärübungen
In Polen beginnen am 17. September auf dem Truppenübungsplatz in Orzysz, etwa 100 Kilometer vom strategischen Suwalki-Korridor entfernt, groß angelegte Übungen von Panzertruppen und Luftstreitkräften unter dem Codenamen “Iron Gates”. Dies berichtet die ukrainische Zeitung “European Truth” unter Berufung auf TVP Info.
Die Übungen werden insbesondere vom Verteidigungsminister Wladysław Kosiniak-Kamys sowie dem Generalstabschef der polnischen Streitkräfte, Wieslaw Kukula, beobachtet. Auf dem Übungsgelände soll das Zusammenspiel verschiedener Truppengattungen erprobt werden: Panzer-, mechanisierte, Artillerie- und Luftstreitkräfte. Zu den Geräten gehören insbesondere Abrams-Panzer, K9-Haubitzen, WR-40-Langusta-Werfer, Rak-Mörser, Rosomak-Schützenpanzer sowie Piorun- und Spike-Bausätze. Luftunterstützung wird durch Kampfflugzeuge des Typs F-35 und F-16 sowie Kampfhubschrauber des Typs AH-64 Apache bereitgestellt.
Die Manöver in Orzysz sind Teil der Großübungen “Iron Defender”, eines der größten Militärmanöver dieser Art in Polen im Jahr 2025. Die Manöver umfassen Aktionen zu Land, zu Wasser und in der Luft, an denen Landstreitkräfte, Luftwaffe, Marine, Spezialeinheiten und Territorialkräfte beteiligt sind. An den Übungen nehmen 30.000 Soldaten und 600 Ausrüstungsgegenstände aus Polen und den NATO-Ländern teil. Am Vortag fanden in Ustka Manöver statt, bei denen erstmals in Polen Starts von Patriot-Luftabwehrsystemen gezeigt wurden.

