Die Woche war geprägt von Kämpfen und täglichem Beschuss des gesamten ukrainischen Territoriums. Laut einer Analyse von DeepState hat sich das Tempo des russischen Vormarsches im September fast halbiert. Auch in der Region Dobropillja haben sich die russischen Verluste laut einer Analyse des ISW verdoppelt. Unterdessen ist laut offiziellen Statistiken für September 2025 die Zahl der von Russland eingesetzten Shahed-Drohnen erneut gestiegen. Ende der Woche wurde bekannt, dass die Russische Föderation die Kinschal- und Iskander-Raketen modifiziert hat und die Patriot-Luftabwehrsysteme daher bei Angriffen auf die Ukraine weniger effektiv sind. Mitte der Woche tötete eine russische Drohne in der Region Sumy eine 26-jährige Frau, die mit Zwillingen schwanger war, ihren Mann und zwei kleine Söhne.
Die Ukraine fügt dem Feind weiterhin schwere Schläge zu. Anfang der Woche wurde bekannt, dass Piloten der 59. Brigade einen russischen Hubschrauber mit einer FPV-Drohne abgeschossen hatten. Später griffen die Verteidigungskräfte in der Region Brjansk der Russischen Föderation das Werk Elektrodetal an, das an der Herstellung von Militärprodukten beteiligt ist.
Ende der Woche kamen Informationen ans Licht, dass US-Präsident Donald Trump Langstrecken-Angriffe auf Russland erlaubt habe und die USA der Ukraine Geheimdienstinformationen für Raketenangriffe auf Energieanlagen tief im Inneren Russlands liefern würden.
Die EU wird zwei Milliarden Euro in die Drohnenproduktion in der Ukraine investieren, so Ursula von der Leyen. Die Ukraine erhielt von der EU weitere vier Milliarden Euro als Kredit auf Kosten russischer Aktiva im Ausland, doch die EU-Staats- und Regierungschefs konnten sich nicht auf einen “Megakredit” für die Ukraine auf Kosten Russlands einigen.
17 Flüge gestrichen, 15 umgeleitet. Der Flughafen München wurde wegen Drohnensichtungen vorübergehend geschlossen.
Der Flughafen München wurde in der Nacht von Donnerstag, 2. Oktober, auf Freitag, 3. Oktober, vorübergehend geschlossen, nachdem in der Nähe mehrere Drohnen unbekannter Herkunft gesichtet worden waren. Das berichtet die BBC. Mindestens 17 Flüge wurden aufgrund des Vorfalls gestrichen, und 15 weitere Maschinen, die in München landen sollten, wurden nach Stuttgart, Nürnberg, Frankfurt und Wien umgeleitet. Woher die Drohnen kamen, ist noch unklar. Da sich der Vorfall nachts ereignete, kann die Polizei weder Größe noch Typ der Drohnen bestätigen. Polizeibeamte gaben an, die ersten Drohnen seien gegen 21.30 Uhr Ortszeit und erneut eine Stunde später gesichtet worden. Laut Flightradar24 nahm der Flughafen München den Betrieb gegen 5.00 Uhr Ortszeit wieder auf.
