Die Woche war geprägt von einer Verlangsamung des russischen Vormarsches an der Kontaktlinie und einer Zunahme russischer Angriffe auf die Transport- und Energiesysteme der Ukraine.
Nach vielen Monaten erbitterter und erfolgloser Kämpfe für die Russische Föderation in der Nähe von Pokrowsk verlegt Russland laut OSINT-Daten Truppen aus Pokrowsk, um die Region Dnipropetrowsk anzugreifen.
Anfang der Woche griffen die russischen Besatzer ein Entbindungskrankenhaus in Sumy mit einer Drohne an, ohne dass es dabei zu Opfern kam. Die Russische Föderation hat ihre Taktik beim Beschuss des Energiesystems in bestimmten Regionen geändert. Im Laufe der Woche griff die Russische Föderation die Energieinfrastruktur in mehreren Regionen an, die größten Stromausfälle gab es in der Region Tschernihiw. Auch die Infrastruktur der ukrainischen Gasproduktion ist im Visier. Ende der Woche wurde bekannt, dass russische Angriffe innerhalb weniger Tage 60 Prozent der Gasproduktion in der Ukraine zerstört haben, berichtete Bloomberg
Die Ukraine prüft zudem die Möglichkeit, Langstreckenangriffe auf das Territorium der Russischen Föderation zu starten. Anfang der Woche wurde bekannt, dass die Ukraine bereits Flamingo-Raketen für Angriffe auf die Russische Föderation einsetzt und bald sieben Raketen pro Tag produzieren wird. Mitte der Woche griff die Ukraine Russland erstmals mit mehr Drohnen an als Russland die Ukraine. “Die Ukraine setzt bereits erfolgreich Neptun- und Flamingo-Raketen paarweise ein”, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
US-Präsident Donald Trump sagte, er habe “bis zu einem gewissen Grad” die Entscheidung getroffen, die Ukraine mit Tomahawk-Langstreckenraketen zu beliefern.
Die Europäische Union erhöht den Druck auf Belgien und fordert die Nutzung eingefrorener Vermögenswerte der Russischen Föderation. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Drohnenangriffe als “Russlands hybriden Krieg” gegen Europa.
Angriff auf Kyjiw: Teile der Stadt ohne Strom und Wasser.
In Kyjiw brach infolge eines Angriffs russischer Drohnen in einem 17-stöckigen Gebäude ein Feuer aus. Die Menschen wurden evakuiert, zwölf wurden aber verletzt. Aufgrund des massiven feindlichen Angriffs kam es in der ukrainischen Hauptstadt außerdem zu Unterbrechungen der Strom- und Wasserversorgung, insbesondere auf dem linken Dnipro-Ufer der Stadt gab es keinen Strom. Die Energieversorger arbeiten an der Wiederherstellung der Versorgung, doch die Lage ist schwierig.

