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Technische Untersuchung der MH17-Katastrophe: ein geplanter Terroranschlag – Gennadij Subko

Die Boeing 777-200 der „Malaysia Airlines“ wurde von einer russischen Flugabwehrrakete „BUK-M1“ aus dem Bezirk Snischne abgeschossen, was ein Terroranschlag aus dem von Russland unterstützten Kämpfer besetzten Gebiet im Osten der Ukraine war. Gerade dies besagen die Informationen der technischen Untersuchung, die der Sicherheitsrat für Verkehr in den Niederlanden durchführte.

Nach Angaben des Vizeministerpräsidenten, dem Vorsitzenden der interamtlichen Kommission zur Untersuchung der Gründe für die Flugzeugkatastrophe der Boeing 777-200, Gennadij Subko, war die Untersuchung offen und transparent. Er merkte an, dass der ausgearbeitete Bericht eine ausführliche Analyse enthält, was auf dem Flug über dem ukrainischen Gebiet geschah und was der Grund für den Absturz des Flugzeugs war.

Nachdem das Flugzeug abgeschossen wurde, begann sofort eine Suchoperation, erklärte Gennadij Subko.

Nach seinen Angaben wurde am gleichen Tag eine Regierungskommission zur Untersuchung der Gründe für die Flugzeugkatastrophe gebildet, die von dem damalig amtierenden Vizeministerpräsidenten, Wladimir Grojsman, geleitet wurde. Gleichzeitig wurde auf dem Gelände des Staatsdienstes in Kiew ein Informationsstab zu Fragen der Durchführung von entsprechenden Such- und Bergungsarbeiten eingerichtet, der 24 Stunden/Tag im Einsatz war.

„Am 19. Juli 2014 wurde von den Niederlanden vorgeschlagen, eine internationale Arbeitsgruppe zur Durchführung der Untersuchung zu gründen“, erklärte er.

„Am 23. Juli 2014 beschloss die Ukraine, die Untersuchung an die Niederländer zu übergeben, um eine unvoreingenommene und objektive Ermittlung zu gewährleisten“, sagte Gennadij Subko. „Außerdem unterzeichnete die Ukraine mit den Niederländern mehrere Dokumente, unter anderem ein Abkommen zwischen dem Nationalbüro zur Untersuchung von Flugvorfällen und Zwischenfällen in der Zivilen Luftfahrt der Ukraine, sowie mit dem Flugsicherheitsrat der Niederlande, um die Untersuchung des Vorfalls mit der Boeing 777-200 zu übertragen. Das Abkommen über eine internationale Untersuchungsmission schuf die entsprechenden Bedingungen, um eine unparteiische, ehrliche und allseitige Untersuchung der Flugkatastrophe durchzuführen.“

Der ukrainische Vizeministerpräsident merkte an, dass sich Vertreter aus der Ukraine, den Niederlanden, aus Malaysia, Australien, Russland, den USA, Belgien, Großbritannien und der ICAO beteiligten.

„Die Ukraine beteiligte sich an der Untersuchung. Das Land stellte den Niederländern alle existierenden Materialien und Informationen über die Kommunikation der ukrainischen Flugüberwachung mit der Flugzeugmannschaft zur Verfügung und half beim Zugang zu der Absturzstelle. Wir stellten auch alle Kommunikationsaufzeichnungen der Flugüberwachung für die Zeit zur Verfügung, als über dem besetzten Gebiet andere ukrainische Flugzeuge abgeschossen wurden“, berichtete er.

„Wir gewährleisteten die Sicherheit der Sondergruppen zur Untersuchung der Flugzeugkatastrophe und schufen in Charkiw einen Informationskoordinationsstab für die Arbeit mit den Hinterbliebenen der verunglückten Passagiere, sowie einen Sonderplatz zur Lagerung der Wrackteile des Flugzeugs und organisierten den Transport für die Wrackteile und menschlichen Überreste“, erklärte Gennadij Subko.

„Wir wissen von 33 Fällen, in denen Flugzeuge über Konfliktzonen auf der ganzen Welt zu verschiedenen Zeiten abstürzten. Aber bis heute wurden keine einheitlichen Regeln geschaffen, um die Flugsicherheit über Konfliktgebieten zu gewährleisten. Während der Arbeit an dem Berichtsentwurf, bereitete die Ukraine auch Empfehlungen zur Verbesserung der normativen Grundlage für die ICAO vor, sowie Empfehlungen, um in Zukunft vergleichbare Fälle zu verhindern, die von den Niederländern in den Untersuchungsbericht aufgenommen werden sollten“, berichtete Gennadij Subko.

„Die niederländischen Spezialisten analysierten die Gründe des Flugzeugabsturzes gründlich und rekonstruierten das Flugzeug aus den geborgenen Wrackteilen, die vom 10. bis 12. August dieses Jahres an internationale Experten, die zur Untersuchung hinzugezogen wurden, in den Niederlanden übergeben wurden. Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Untersuchung beteiligten, für die konstruktive Zusammenarbeit und wir schätzen ihre Professionalität sehr hoch“, sagte der Minister.

Er teilte mit, dass am 14., 15. und 17. Oktober die rekonstruierten Fragmente des Flugzeugs auf dem Militärflugplatz Gilze-Rijen ausgestellt werden.

„Die Ukraine führte ihrerseits eine technische Untersuchung durch, deren Ergebnisse fast vollständig mit den Ergebnissen der Niederländer übereinstimmen“, betonte Gennadij Subko.

„Die Veröffentlichung des Berichts über die Gründe der Flugzeugkatastrophe mit der Boeing 777-200 der Fluggesellschaft „Malaysia Airlines“ ist der erste Schritt auf dem Weg, alle Personen, die an dieser Tragödie Schuld tragen, zur Verantwortung zu ziehen“, davon ist er überzeugt.

„Der nächste Schritt ist die Strafermittlung, die von einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe (Joint Investigation Team) unter Beteiligung der Ukraine, den Niederlanden, Australien, Belgien und Malaysia durchgeführt wird und die Anfang 2016 abgeschlossen sein soll“, erklärte Gennadij Subko.

„Wir sprechen unsere tiefe Anteilnahme gegenüber allen aus, die Verwandte und Nahestehende, sowie Mitbürger durch diese schreckliche Tragödie verloren. Das ukrainische Volk nahm diese Katastrophe als nationale Tragödie wahr und sie bleibt für immer in unseren Herzen. Unsere gemeinsame Schuld vor den Verunglückten und ihren Familien besteht in der Aufklärung aller Umstände und die Ermittlung der objektiven Gründe für das Entstehen dieser Katastrophe, sowie dass die Personen, die an dieser Tragödie Schuld tragen, zur Verantwortung gezogen werden“, betonte Gennadij Subko.

Der ukrainische Vizeministerpräsident erinnerte daran, dass auf Basis einer Verordnung des ukrainischen Präsidenten vom 17. Juli 2015 eine Arbeitsgruppe zu Fragen der Einführung eines internationalen Mechanismus gegründet wurde, um die schuldigen Personen am Abschuss des Flugs MH17 zur Verantwortung zu ziehen. In dieser Richtung wird aktiv gearbeitet.