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638. Kriegstag: Angriffe bei Awdijiwka und Kupjansk, Ukrenergo erhält Nothilfe aus drei Ländern

Besatzer greifen in Richtung Awdijiwka und Kupjansk an

Am 22. November haben die ukrainischen Verteidigungskräfte 30 Angriffe in Richtung Awdijiwka und 12 Angriffe in Richtung Kupjansk abgewehrt. Dies teilte der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook mit. Insgesamt kam es an dem Tag zu 74 Kampfhandlungen. Der Feind startete drei Raketen- und 43 Luftangriffe und mehr als 64 Angriffe mit Raketenwerfern auf die Stellungen der ukrainischen Truppen und auf besiedelte Gebiete.

Außerdem griffen die Besatzer in der Nacht des 22. November erneut die Ukraine an und setzten dabei 14 Angriffsdrohnen vom Typ Shahed-136/131 ein. Die ukrainische Flugabwehr zerstörte alle 14 Drohnen. Infolge der russischen Terroranschläge gibt es leider auch unter der Zivilbevölkerung Tote und Verletzte. Private Wohngebäude und andere zivile Infrastruktur wurden zerstört und beschädigt. Russische Luftangriffe wurden auch auf die Regionen Charkiw, Luhansk und Donezk durchgeführt. Mehr als 100 Siedlungen in den Gebieten Tschernihiw, Sumy, Charkiw, Luhansk, Donezk, Saporischschja, Dnipropetrowsk und Cherson gerieten unter Artilleriebeschuss.

Gleichzeitig haben die Verteidigungskräfte der Ukraine an dem Tag an der Front etwa 1.130 Soldaten der russischen Armee liquidiert, 20 feindliche Panzer, 36 gepanzerte Kampffahrzeuge, 33 Artilleriesysteme, drei Raketenwerfer und zwei Flugabwehrsysteme zerstört.

Russen beschießen Tschornobajiwka mit Streumunition und töteten drei Menschen

Die Russen haben Tschornobajiwka mit Streumunition beschossen, wobei nach vorläufigen Angaben drei Menschen getötet wurden. Hierzu gibt es eine Mitteilung des Leiters des Präsidialamtes Andrij Jermak, des Leiters der Chersoner Gebietsverwaltung Oleksandr Prokudin und der Regionalstaatsanwaltschaft Cherson. Diese berichtete später, dass bei einem massiven Beschuss von Tschornobajiwka zwei Männer und eine Frau getötet worden seien. Gleichzeitig berichtete Prokudin, dass die Besatzer gegen 11.30 Uhr Beryslaw aus der Region Cherson mit einer Drohne angegriffen hätten, wobei ein Radfahrer, der sich auf der Straße bewegte, getötet wurde.

Ukrenergo erhält Nothilfe aus drei Ländern

Am Abend des 22. November hat der ukrainische Energieversorger Ukrenergo Nothilfe aus der Slowakei, Polen und Rumänien erhalten. Das teilte nach Angaben von Ukrinform der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Wolodymyr Kudryzkyj, mit. Demnach sei Ukrenergo gezwungen gewesen, auf eine solche Maßnahme wie die Nothilfe aus den Nachbarländern zurückzugreifen. “In den Abendstunden, in denen der Verbrauch am höchsten ist, erhielten wir Nothilfe aus der Slowakei, Polen und Rumänien. Das hat uns heute geholfen, unser Energiesystem auszugleichen”, sagte Kudryzkyj. Ihm zufolge wird in den kommenden Tagen, solange das frostige Wetter anhält, ein Defizit im Energiesystem erwartet.

Kudryzkyj wies darauf hin, dass das Energiesystem noch über Reserven zur Steigerung der Erzeugungsmenge verfüge, in den letzten Tagen seien jedoch situativ mehrere Kraftwerke wegen Notreparaturen ausgefallen. Kudryzkyj rechnet mit einer schnellen Wiederinbetriebnahme.

Ukraine in Flames №537

Wenn Putin diesen Krieg gewinnt oder erhebliche Vorteile erzielt, bedeutet das für den Westen, dass er in fünf Jahren einen weiteren großen Krieg mit Russland zu erwarten hat. Folglich muss Russland die Kontrolle über seine Atomwaffen verlieren, seine Energiemonopole müssen privatisiert werden, um zu verhindern, dass die Regierung sie zur Finanzierung ihrer außenpolitischen Ziele nutzt, und das Regime muss sowohl rechtlich als auch moralisch verurteilt werden. Kann dauerhafter globaler Frieden ohne eine militärische, wirtschaftliche und nukleare Niederlage Russlands erreicht werden?