Kiew
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Die Erklärung des deutschen Botschafters in Bezug auf Wahlen im Donbass wird keinen Einfluss auf die gegenseitigen Beziehungen haben – Pawlo Klimkin

Kiew, 09. Februar 2017.

Die Erklärung des deutschen Botschafters in Kiew in Bezug auf die mögliche Durchführung von Wahlen im Donbass wird zu keiner Verschlechterung der ukrainisch-deutschen Beziehungen führen. Eine entsprechende Erklärung gab der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin während einer Pressekonferenz im Ukraine Crisis Media Center ab.

“Ich sehe das Problem nicht nur darin, was gesagt wurde, sondern auch im Wie – in den vorgebrachten Vergleichen und im vorgebrachten Ton. Aber ich möchte unterstreichen: das, was passiert ist [die Erklärung des Botschafters], beeinflusst auf keine Weise die ukrainisch-deutschen Beziehungen. Und das ist nicht eine formale Formulierung, die ich als Minister sagen will”, erklärte Pawlo Klimkin.

Er ging auch auf den Zwischenfall mit der Sprühattacke an dem Mauerstück auf dem Gelände der deutschen Botschaft in Kiew ein. Er verstehe, dass die Erklärung Empörung hervorrief. Aber “im politischen Kontext war diese Aktion unnötig” und “manchmal muss man seine Emotionen bändigen und einen politischen Weg wählen”.

“Die Reaktion […], die in vielem emotional war, zeigt, so wie wir verstehen, auf welche Weise die Minsker Vereinbarungen umgesetzt werden müssen und auf welche Weise wir zum Frieden schreiten sollen. Natürlich sprach ich mit unseren deutschen Freunden darüber […] und ich glaube, dass diese ewigen Phrasen im Kontext unserer Freundschaft mit Deutschland wirklich erschöpft sind”, sagte Pawlo Klimkin.

Am 17. Februar findet voraussichtlich ein Treffen im Normandieformat statt

Die Beratungen mit deutschen und französischen Kollegen in Bezug auf das Datum und Format des Treffens dauern an.

“Gerade werden mehrere Optionen betrachtet. Eine davon ist der 17. Februar, im Rahmen des G-20-Treffens. Das wäre für uns zufriedenstellend, da es erlaubt, andere G-20-Minister darüber zu informieren, was Russland derzeit im Donbass tut”, sagte Pawlo Klimkin.

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